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Jede dritte Neuzulassung ging im Vorjahr übrigens auf das Konto ausländischer Automarken. Die größten Stückzahlen konnte die Marke Skoda verzeichnen. Spitzenreiter unter den deutschen Automarken ist nach wie vor VW, allerdings mit leicht negativem Trend. Fast jeder fünfte Neuwagen wurde 2016 von den Wolfsburgern produziert. Rund 50% der neu zugelassenen Fahrzeuge haben einen Dieselmotor. Bei jedem achten Neuwagen handelte es sich um einen sogenannten SUV. Elektroautos spielen mit einem Marktanteil von unter 0,5% trotz Kaufförderung nach wie vor keine große Rolle in Deutschland.  

Neuwagen mit allen Extras oder günstige Gebrauchte?

Wer vor der Anschaffung eines Autos steht, muss zunächst entscheiden, ob es sich dabei um einen Neuwagen oder um ein Gebrauchtfahrzeug handeln soll. Ein Neuwagen mit allen gewünschten Extras an Bord, einer vollen Hersteller-Garantie und in der persönlichen Lieblingsfarbe, ist der Traum der meisten Autofahrer. Doch für diesen Traum muss der Käufer auch deutlich mehr investieren als für ein Auto aus zweiter Hand. Außerdem verliert der Neuwagen gerade im ersten Jahr nach der Zulassung extrem schnell an Wert – im Durchschnitt 25% des Kaufpreises.

Als Jahreswagen oder junger Gebrauchter ist dasselbe Auto oft erheblich günstiger. Dafür ist man allerdings auch nicht stolzer Erstbesitzer, hat mitunter verkürzte Garantiezeiten und Extras im Wagen, die man womöglich gar nicht braucht. Auch bei der Farbe muss man in den meisten Fällen Abstriche machen. Ansonsten sind die bis zu einem Jahr zugelassenen Fahrzeuge eher mit einem Neuwagen vergleichbar als mit einem älteren Gebrauchten.

In die Auswahl sollte man auch sogenannte Tageszulassungen einbeziehen. Hierbei wird ein Neuwagen vom Händler für ein paar Tage zugelassen und danach als Gebrauchtwagen wieder abgemeldet. Autokäufer können hier von Rabatt in einer Größenordnung von 20% bis 25% profitieren und erhalten dafür im Prinzip ein nagelneues Auto, wobei die Auswahl in punkto Ausstattung und Farbe hier relativ begrenzt ist. Vor dem Kauf sollte man prüfen, ob die eigene Kaskoversicherung für ein Fahrzeug mit Tageszulassung im Schadensfall eine Neuwertentschädigung zahlt.

Autofinanzierung ab 0% effektivem Jahreszins

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Bei Neuwagen bieten Händler immer wieder Sonderaktionen und Kaufprämien in Höhe von mehreren tausend Euro an. Hier sollte allerdings genau auf die Details geachtet werden. Bei der Finanzierung gibt es für Neuwagen meist deutlich attraktivere Konditionen als für Gebrauchtfahrzeuge. Im Vorjahr gab es für Neuwagen zahlreiche Finanzierungsangebote mit einem effektiven Jahreszins von 0%.   

Wenn man den Kauf eines Autos finanzieren muss, sollte man alle Möglichkeiten der Autofinanzierung in Betracht ziehen, durchrechnen und miteinander vergleichen. Für Privatpersonen ist der Klassiker unter den Autofinanzierungen nach wie vor der Ratenkredit. Die Höhe des aufgenommenen Kredits richtet sich nach dem Fahrzeugpreis, der Anzahlungssumme und der Vertragslaufzeit. Als zusätzliche Kosten fallen hier stets die effektive jährliche Verzinsung (sofern diese nicht bei 0% liegt) und Bearbeitungsgebühren an.

Einen Ratenkredit zur Finanzierung eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs kann man bei seiner Hausbank oder einer beliebigen anderen Filialbank oder Direktbank abschließen – passend zu den eigenen Vermögensverhältnissen und Bedürfnissen. In vielen Fällen bietet der Händler dem Käufer die Finanzierung bequem über eine spezialisierte Autobank. Händler können aber natürlich im Prinzip auch über jede andere Bank eine Finanzierung anbieten. Es gibt in Deutschland sogar seriöse Anbieter von Autokrediten ohne SCHUFA-Auskunft

Es empfiehlt sich in jedem Fall, mehrere Angebote für die Finanzierung einzuholen und sorgfältig zu vergleichen. Sonderzahlungen oder die Höhe der Schlussrate lassen sich oft den eigenen Wünschen anpassen. Die Bearbeitungsgebühren fallen einer aktuellen Erhebung zufolge bei spezialisierten Autobanken meist etwas höher aus. Der Fahrzeugbrief muss sowohl bei den Autobanken als auch bei Sparkassen und klassischen Großbanken als Sicherheit hinterlegt werden.

Die Alternative zum Ratenkredit ist das Autoleasing

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Eine Alternative zum Ratenkredit ist zumindest beim Neuwagenkauf das Autoleasing. Bei dieser ebenfalls von den zuvor genannten Banken angebotenen Finanzierungsform erwirbt man das Auto nicht als sein Eigentum, sondern zahlt dem Leasinggeber eine monatliche Rate für die Nutzung eines fabrikneuen Fahrzeugs. Ein Leasingvertrag wird meist über 24 bis 36 Monate abgeschlossen und ist beidseitig unkündbar, was zum Beispiel im Falle einer Arbeitslosigkeit zu ernsthaften Problemen führen kann.

Die monatlichen Leasingraten liegen in der Regel unter den Kreditraten. Die Höhe der Leasingrate kann zudem durch eine einmalige Sonderzahlung zu Beginn des Vertrags (maximal 20% des Kaufpreises) reduziert werden kann. Allerdings beinhaltet das Autoleasing je nach Vertragsgestaltung auch einige Risikofaktoren für den Käufer.

In vielen Leasingverträgen wird die maximale Anzahl an Kilometern festgehalten, die man mit dem geleasten Fahrzeug während der Laufzeit zurücklegen darf. Fährt man weniger, erhält man einen finanziellen Ausgleich vom Leasinggeber. Fährt man hingegen mehr, muss mit einer Nachzahlung in Höhe von 10 bis 15 Cent pro Kilometer gerechnet werden.  

Beim sogenannten Restwertleasing wird im Vertrag festgelegt, wie viel das Fahrzeug zum Laufzeitende wert sein sollte. Wenn der Wagen aufgrund von Kratzern im Lack, Beulen im Blech oder Flecken auf den Bezügen einen geringeren Erlös als geplant bringt, muss der Leasingnehmer den Verlust ausgleichen, trägt also das so genannte  Restwertrisiko. Es ist übrigens schon vorgekommen, dass Händler den Restwert des Fahrzeugs so hoch angesetzt haben, dass er bei der Rückgabe niedriger ausfallen musste.

Beim Leasing ist man während der Laufzeit für die Pflege und Wartung des Fahrzeugs zuständig. Regelmäßige Inspektionen und Reparaturen in einer Markenwerkstatt müssen selbst bezahlt werden. Allerdings gibt es einige Kreditinstitute, welche ein Full-Service-Leasing anbieten, bei dem diese Kosten inklusive sind – selbstverständlich sind hier auch die monatlichen Raten höher. Im Prinzip ist das Leasing vor allem für Geschäftsleute interessant, da diese sämtliche Leasingkosten von der Steuer absetzen können.