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Individuelle Shampoos für jeden Haartyp – einfach selbstgemacht

Silikone, Parabene und Inhaltsstoffe, deren Namen man nur schwer aussprechen kann: Shampoos aus der Drogerie sind voll davon. Und dann halten diese Haarwaschmittel oft nicht mal das, was sie versprechen. Wo bleiben Glanz, Volumen oder gesunde Spitzen ? Wenn ihr das Problem kennt, dann stellt doch einfach mal euer eigenes Shampoo her. So wisst ihr ganz genau, womit ihr eure Haare wascht und tut eurem Kopf und Körper etwas Gutes. Wir verraten euch, mit welchem Rezept ihr euer Shampoo selbst herstellt und welche natürlichen Zusatzstoffe zu eurem Haartyp passen

Selbstgemachtes Shampoo: Das Grundrezept

Für euer Shampoo-Grundrezept benötigt ihr eine Seifenlauge. Dazu kauft ihr ein Stück Naturseife, ganz ohne Mineralöl. Die zerkleinert ihr mit einem Küchenhobel und mischt es mit Wasser; Auf 15 g Seife kommen etwa 250 ml warmes Wasser. Fertig ist die Lauge.

Das optimale Shampoo für euren Haartyp

Das Grundrezept könnt ihr ganz nach euren Bedürfnissen erweitern und so das optimale Shampoo für eure Haare und Kopfhaut herstellen. Hier sind einige Ideen:

Blondes Haar: Das warme Wasser für die Lauge durch einen Kamillentee-Aufguss ersetzen. Dazu 250 ml heißes Wasser über zwei Teebeutel gießen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Später die Seife dazu mischen. Alternativ könnt ihr auch noch ein paar Spritzer Zitronensaft hinzufügen. Das sorgt für einen natürlichen Aufhelleffekt.

Brünettes und schwarzes Haar: Für dunkles Haar wird das Shampoo auf Basis von schwarzem Tee hergestellt. Der sorgt für Glanzreflexe und einen ordentlichen Frische-Kick.

Trockenes Haar: Dem Grundrezept ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen. Am besten eignet sich Lavendel-Öl, das Kopfhaut und Haare gleichermaßen pflegt.

Schnell fettendes Haar : Seifenlauge auf Basis von Brennesseltee beruhigt die Kopfhaut und verhindert, dass ihr schon einen Tag nach dem Haare waschen wieder einen fettigen Ansatz habt.

Extra – Haarwachstum fördern: Wer sich nicht gedulden möchte, bis die Haare endlich länger werden, sollte es mit dieser Geheimzutat ausprobieren: Rosmarin stimuliert die Haarwurzel und regt so das Haarwachstum an. Um das Shampoo für den Haarlängen-Booster herzustellen, mischt ihr die Lauge entweder auf Basis eines starken Rosmarintees an oder gebt ein paar Tropfen Rosmarinöl in das Shampoo-Grundrezept.

Tipps zur Haarpflege mit selbstgemachten Shampoos – so klappt's

- Geduld haben: Haare und Kopfhaut, die an „normale“ Shampoos gewöhnt sind, werden wahrscheinlich zunächst stumpf aussehen und sich rau anfühlen. Das liegt daran, dass sie jetzt nicht mehr mit Silikonen und Parabenen umschlossen werden, sondern aus eigener Kraft glänzen müssen. Die Umgewöhnung kann ein paar Wochen dauern. Aber das Warten lohnt sich.

- Kühl lagern: In selbstgemachtem Shampoo fehlen die Konservierungsstoffe, ihr könnt es also nicht so lange in der Dusche lagern. Am besten bereitet ihr eine Menge vor, die ihr normalerweise in zwei Wochen aufbraucht und lagert sie im Kühlschrank. Damit ihr nicht jedes Mal vor dem Duschen an euer Shampoo denken müsst, einfach eine kleine Menge für 1–2 Haarwäschen abfüllen und in der Dusche lagern.

- Spülung & Haarmasken sind Pflicht: Selbst wenn ihr ein paar Tropfen ätherisches Öl in euer Shampoo mischt, fehlt es den DIY-Shampoos an pflegenden Inhaltsstoffen. Bis die Haare ihre natürliche Fettschicht und den Glanz zurück haben, solltet ihr also eine Spülung – natürlich am besten selbstgemacht – und auch regelmäßig eine Haarmaske verwenden. So bleiben die Haare leicht kämmbar und glänzend.

- Shampoo-Alternative: Damit man das Gefühl hat, dass ein Shampoo wirklich alles sauber macht, muss es ordentlich schäumen. Das stimmt aber gar nicht. Es gibt auch „Shampoos“, die Fett und Schmutz aus den Haaren ziehen, ohne Schaumschläger zu sein. Heilerde zum Beispiel bindet die ungewollten Partikel aus den Haaren. Eine kleine Menge Heilerde mit Wasser mischen und auf die Kopfhaut auftragen, kurz einwirken lassen und gründlich ausspülen. Ihr werdet staunen, wie gut es funktioniert. 

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