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Hühnerauge entfernen: Selbst machen oder machen lassen?

Sie möchten Ihr Hühnerauge entfernen? Im SAT.1 Ratgeber und Video erfahren Sie, wodurch Druckstellen an den Füßen entstehen, aber auch ob und wenn ja wie Sie diese selbst dauerhaft entfernen können. Die gute Nachricht: Es gibt Hausmittel und Wege, die Ihre Füße schwielenfrei machen.

17.08.2012 10:00 | 5:01 Min | © SAT.1

Ursachen für Hühneraugen und Fußfehlstellungen

Lieber die Schuhe auch mal ausziehen, wenn sie drücken – so können Hühnerauge...
Lieber die Schuhe auch mal ausziehen, wenn sie drücken – so können Hühneraugen gar nicht erst entstehen. © stefan_weis - Fotolia

Als Hühnerauge – auch Krähenauge, Klavus oder Leichdorn genannt – bezeichnet man schmerzhafte Schwielen, die in der Mitte eine harte, kegelförmige Verhornung bilden, den sogenannten Sporn. Hühneraugen entstehen immer dann, wenn chronisch Druck auf eine knochennahe Stelle auf der Haut ausgeübt wird. Dieser Druck wird insbesondere durch unkomfortables, zu enges Schuhwerk verursacht. Das kann bei Erwachsenen genauso vorkommen wie bei Kindern. Am häufigsten treten Hühneraugen am Zeh, aber auch unterm Fuß, zum Beispiel an der Fußsohle, auf.

Wer über Jahre Schuhe mit zu hohen Absätzen oder zu engen Schuhspitzen trägt, riskiert außerdem Fußfehlstellungen, darunter der sogenannte Hallux Valgus. Bei diesem Phänomen bilden sich auf der Innenseite des Fußes ein dicker Ballen sowie ein schiefer großer Zeh. Eine Korrektur der auch als Schiefzehe oder Frostballen bezeichneten Fußfehlstellung ist nur noch operativ möglich. Auch bei Hammerzehen, also krallenartig gebeugten Zehen, sind meist falsche Schuhe für die Fußfehlstellung verantwortlich. Hammerzehen müssen entweder operativ oder orthopädisch behandelt werden.

Hühnerauge selbst entfernen oder vom Arzt entfernen lassen?

Hühnerauge ist nicht gleich Hühnerauge. Entfernen lässt sich dieses daher nicht immer selbst. Es gibt flache und kleine, aber auch große und tiefe Schwielen. Grundsätzlich gilt die Empfehlung: Mini-Hühneraugen können Sie versuchen selbst zu entfernen. Kommen diese aber immer wieder, sollten Sie diese von einem Fachmann entfernen lassen. Der Gang zum Arzt ist auch dann ratsam, wenn das Hühnerauge groß ist und tief in die Haut hineingeht oder wenn die Haut insgesamt sehr empfindlich ist. Das kann zum Beispiel bei Menschen mit Rheuma oder Diabetes der Fall sein.

Kleines Hühnerauge entfernen – mit einem wirksamen Hausmittel

Wichtige Reihenfolge: Erst Fußbad nehmen, dann Hühnerauge entfernen.
Wichtige Reihenfolge: Erst Fußbad nehmen, dann Hühnerauge entfernen. © drubig-photo - Fotolia

Wenn Sie Ihr Hühnerauge entfernen möchten, lautet die erste Grundregel: Tragen Sie komfortable Schuhe! Nur so können Sie den Bereich, der Schmerzen verursacht, entlasten und Schwielen vorbeugen. Damit Sie die verhornte Haut abtragen können, sollten Sie diese zunächst vorbereiten, sprich ein warmes Fußbad nehmen. Ist die Haut nach einigen Minuten eingeweicht, können Sie mit einem Bimsstein vorsichtig das Hühnerauge entfernen.

Wichtig bei der Anwendung von diesem Hausmittel: Achten Sie darauf, dass Ihre Haut dabei nicht verletzt wird, sonst können Keime eindringen. Eine Besserung stellt sich erst ein, wenn Sie die Prozedur über mehrere Wochen wiederholen. Eine umfassende Hautpflege schließt mit dem Eincremen der Füße durch eine rückfettende Salbe ab. So bleibt die Haut weich und verhornt weniger.

Hühnerauge selbst behandeln: So geht’s auch

Hühneraugenpflaster gibt’s in der Apotheke. Sie sind in der Mitte mit einer b...
Hühneraugenpflaster gibt’s in der Apotheke. Sie sind in der Mitte mit einer bestimmten Säure getränkt. © euthymia - Fotolia

Besonders easy ist die Methode mit einem speziellen Pflaster. Wie Sie damit ein Hühnerauge entfernen? Einfach Fußbad nehmen und auf die entsprechende Stelle dann ein Hühneraugenpflaster kleben. Zwei/drei Tage bleibt das Pflaster, das mit Säuren getränkt ist, drauf, dann können Sie es vorsichtig ablösen. Im Idealfall bleibt der Sporn des Hühnerauges am Pflaster kleben. Die Kosten für eine Packung Pflaster belaufen sich auf etwa drei bis vier Euro.

Wer auf Chemie verzichten möchte – zum Beispiel bei Kindern –, kann Hühneraugen auch mit Teebaumöl behandeln, ebenfalls ein effektives Hausmittel. Wie? Entfernen Sie diese, indem Sie regelmäßige Fußbäder mit dem Öl machen. Die Bäder weichen die Hornhaut auf, sodass sich das Hühnerauge nach einigen Tagen ablösen lässt. Mitunter müssen Sie hierfür einen Bimsstein zu Hilfe nehmen. Homöopathisch geht’s übrigens auch – mit Globuli, Tropfen oder Tabletten. Erkundigen Sie sich über Art des Mittels und Dosierung aber vorab am besten bei einem Homöopathen oder in der Apotheke.

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