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#Deutschland auf den hinteren Rängen

In Deutschland können sich nur wenige Mütter vorstellen, neben ihrem Job sich auch noch um ein Kind zu kümmern. In der Studie der Thomson-Reuters-Stiftung und der Rockefeller-Stiftung kam heraus, dass deutsche Frauen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt schlecht einschätzen, wenn sie ein Kind haben. Diese misstrauische Haltung wird nur von den Japanerinnen übertroffen.

#Die genauen Zahlen

Insgesamt wurden 9.500 Frauen befragt – aus vielen verschiedenen Ländern der Welt. Insgesamt konnten sich 47 Prozent der Befragten vorstellen, Kind und Karriere miteinander zu vereinen. Fast die Hälfte also. Schaut man sich die Antworten der befragten deutschen Frauen an, kippt dieses Bild: Hier halten es nur 21 Prozent für möglich, neben dem Kind einen Beruf auszuüben.

#Optimismus in den Schwellenländern

In den Schwellenländern sieht das schon ganz anders aus. In Brasilien sind rund 74 Prozent der Frauen optimistisch, beides unter einen Hut zu kriegen. Es folgen die Indonesierinnen und Südafrikanerinnen, die mit 63 Prozent ebenfalls positiv auf die Vereinbarkeit von Kind und Karriere blicken.

#Fehlende Unterstützung

Doch warum ist die Lage in Deutschland so schlecht? Laut „Welt” sieht die Weltbank-Expertin Henriette Kolb den Grund darin, dass in den Ländern mit den besten Umfrageergebnissen Frauen auf Unterstützung ihrer Familie zählen können. Außerdem seien Hausangestellte dort deutlich günstiger als hier.

In Deutschland kommt hinzu, dass die Kita-Plätze so knapp bemessen sind. Deshalb nehmen Frauen oftmals eine lange Auszeit nach der Geburt und steigen zumeist auch nur wieder als Teilzeitkraft in den Job ein – und das schadet der Karriere.

Angeber-Fact: Ein weiteres Ergebnis der Studie: 37 Prozent der befragten Frauen gaben sogar an, dass sie glauben, dass ein Kind ihrer Karriere schaden würde.

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