Teilen
Merken
Familie

Vatertag in Deutschland: Now and then

06.05.2013 • 10:00

Der Vatertag in Deutschland fällt mit Christi Himmelfahrt zusammen. Ursprünglich aus den USA stammend, hat sich der feuchtfröhliche Feiertag Ende des 19. Jahrhunderts auch hierzulande etabliert.

Vatertag und Christi Himmelfahrt

Der Vatertag und Christi Himmelfahrt haben abgesehen vom Datum, welches sie sich teilen, nichts gemein. Christi Himmelfahrt ist ein christliches Fest, welches immer 40 Tage nach Ostern gefeiert wird. An diesem Tag gedenken Gläubige des auferstandenen Jesu, welcher endgültig zu seinem Vater in den Himmel gelangt ist. Der Vatertag in Deutschland kollidiert aus rein praktischen Gründen mit Christi Himmelfahrt: An diesem Tag müssen Väter nicht arbeiten und können dem bunten Herrentreiben nachgehen oder Zeit mit ihrer Familie verbringen.

Vatertag in Deutschland: Früher und heute

Was viele Väter am Vatertag machen, dürfte den wenigstens entgangen sein. Meist mit Bollerwagen und viel Alkohol ausgestattet, durchwandern sie die heimischen Prärien. Das fröhliche Beisammensein in der exklusiven Herrenrunde steht dabei im Vordergrund. Auch junge Herrschaften, die noch weit davon entfernt sind, Väter zu sein, schließen sich mitunter dem geselligen Treiben an oder sind gar in väterloser Runde unterwegs; deshalb wird der Vatertag oftmals auch als Männertag bezeichnet.

Der Vatertag in Deutschland, wie man ihn heute kennt, entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Raum Berlin. Damals wurden an diesem Tag junge Männer in die Sitten und Unsitten des Mannseins eingeweiht. Dabei wurde ein Ausflug ins Grüne gemacht. In Ostdeutschland noch als Herrentag bekannt, kam der Vatertag durch das amerikanische Vorbild, den Father’s Day, zu seinem endgültigen Namen. In den USA wird der Vatertag am dritten Sonntag im Juni gefeiert und gilt als Äquivalent zum Muttertag.

Weitere Videos