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Höheres Unfallrisiko bei „Eltern-Taxi”

„Die meisten Unfälle passieren nicht durch vorbeifahrende Autos oder den Schulbus”, sagt SPD-Mitglied Günter Baaske, „sondern durch die Eltern, die ihre Kinder am liebsten bis in den Klassenraum bringen wollen.”

Und wie sollen die Kinder zur Schule kommen?

Ganz einfach: Mit dem Schulbus. Der sei laut Baaske nicht nur sicher, sondern würde den Kindern auch mehr Spaß bereiten, da sie gemeinsam mit Klassenkameraden unterwegs seien. Jedoch handelt es sicher hierbei nur um eine Empfehlung des Bildungsministers. Eine gesetzliche Reglung stünde derzeit nicht zur Debatte – allein deshalb nicht, weil es keine offiziellen Zahlen zu Unfällen auf dem Schulweg gebe.

Übung macht den Schulweg-Meister 

Anders als Günter Baaske raten der Verkehrsclub Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk, dass Eltern mit ihren Kindern den Gang zur Schule am Anfang üben sollen. So könnten die Kleinen nach kurzer Zeit auch alleine gehen oder mit dem Fahrrad fahren . Auf dem langen Weg zur Selbstständigkeit vielleicht der pädagogisch sinnvollste Ansatz bei der Kindererziehung .

Angeber-Fact: Die Deutschen können auf ihr Auto einfach nicht verzichten – nicht nur, wenn sie die Kids zur Schule bringen wollen. Laut Statistik steigen für den Arbeits- oder Schulweg knapp ein Drittel in das eigene Auto. Mit neun Prozent weit abgeschlagen wird der Bus als Verkehrsmittel genutzt.