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#Was ist passiert?

Trotz der Hitze ist nicht viel los an der Thülsfelder Talsperre. Plötzlich durchbricht ein merkwürdiges Geräusch die Stille – kein Hilferuf, vielmehr ein undefinierbarer Laut. Andreas sieht, dass ein Mann von seiner Luftmatratze ins Wasser gerutscht ist.

#Er erkennt den Ernst der Lage

Der Mann paddelt wie wild mit den Händen und Andreas erkennt sofort den Ernst der Lage. Das Ufer liegt etwa hundert Meter entfernt, viel zu weit für den hilflosen 27-Jährigen. Sein Glück: Seit dem vierten Lebensjahr ist Andreas Pleye Rettungsschwimmer bei der DLRG-Ortsgruppe Garrel – und dass er schwimmen kann, stellte er eindrucksvoll unter Beweis.

#Er greift die Luftmatratze

Trotz der brenzligen Situation bleibt Andreas ruhig. Er weiß: Einen Nichtschwimmer zu retten, ist schwierig, im schlimmsten Fall bringt sich der Retter selbst in Gefahr. Der NWZ berichtet er: "Wenn der in Panik ist, packt der mich und zieht mich mit hinunter." Also greift er nach der Luftmatratze und schiebt sie dem Hilflosen zu. Doch genau in diesem Moment geht der Mann unter.

#Er reagiert sofort

Andreas Pleye holt Luft und taucht unter. Er bekommt den Mann am Oberarm bekommt zu fassen und bringt ihn an die Oberfläche. Der 27-Jährige ist bewusstlos. In Rückenlage zieht der Junge ihn in Richtung Strand und schreit nach Hilfe. Augenzeugen kommen zu Hilfe. Kurze Zeit später trifft der Notarzt vor Ort ein.

#Andreas Pleye wird geehrt

Für seinen heldenhaften Einsatz wurde der Junge inzwischen geehrt. Der Bürgermeister der Ortschaft Garrel Andreas Bartels zeichnet ihn mit einer Ehrenurkunde aus. "Menschen wie dich braucht eine Gesellschaft", zitiert ihn die NWZ. Und Recht hat er – der Junge hat Mut bewiesen und das Leben des 27-Jährigen gerettet.

Angeber-Fact: In diesem Fall war es ein Erwachsener, der beim Baden in Not geriet. Doch insbesondere bei Kindern ist Obacht oberstes Gebot. 60 Prozent der Eltern glauben, dass man ertrinkende Kinder eindeutig erkennen kann. Doch das ist falsch. Ertrinken ist ein leiser Unfall. Panisches Strampeln oder Hilferufe äußern gefährdete Personen im Notfall nur selten. Zumeist stehen Kinder in der Situation so stark unter Schock, dass sie einfach lautlos mit ausgestreckten Armen im Wasser liegen bleiben.

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