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#Was ist eigentlich dieser Großmutter-Effekt?

Dabei handelt es sich um eine Hypothese, die besagt, dass Frauen, die die Pflege der Babys an andere abgeben, früher wieder schwanger werden können. Im natürlichen Kreislauf würde es so zu einer Arbeitsverschiebung kommen. Die Frau bekäme schneller weiteren Nachwuchs und könnte im hohen Alter als Großmutter wieder auf die eigenen Enkelkinder aufpassen.

#Hawkes Theorie durch neueste Studien bestärkt

Entwickelt wurde die Großmutter-Hypothese vor knapp 20 Jahren von der Anthropologin Kristen Hawkes und anderen Feldforschern. Doch erst jetzt scheint sich die Theorie zu bestätigen. Wissenschaftler berichten im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences”, dass die Oma eine entscheidende Stütze in der Familie sei – nicht nur in soziologischer, sondern auch biologischer Hinsicht.

#Oma hat positiven Einfluss auf das Paarverhalten

Ein guter Familienzusammenhalt zwischen den Generationen stärkt die Bindung innerhalb der Partnerschaft  – so zumindest das Ergebnis der aktuellen Studie. „Der männliche Überhang im Geschlechterverhältnis machte eine Partnerbindung für Männer zu einer besseren Strategie als die Suche nach zusätzlichen Partnerinnen”, erklärt Kristen Hawkes. Ergo: Letztendlich sorgt Oma dazu, dass Männer seltener fremdgehen . Schön, wenn diese Milchmädchen-Rechnung auch in der Praxis aufgehen würde…

Angeber-Fact: Alles reine Theorie?! Nicht ganz. Der Großmutter-Effekt wurde beim Volk der Hazda im Norden Tansanias getestet, wo Omas dabei halfen, die Kleinkinder mit ausgegrabenen Wurzeln und Knollen zu ernähren. 

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