Ratgeber

Der leichte Weg zum günstigen Kredit für Neuanschaffungen

Die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB hat dazu geführt, dass man auf der einen Seite kaum noch Zinsen auf Sparbücher, Girokonten & Co. erhält. Auf der anderen Seite kann man Kredite für wichtige Neuanschaffungen oder für die Verwirklichung lang gehegter Träume zu historisch günstigen Konditionen erhalten. Für viele Konsumgüter wird bereits vom Handel eine attraktive Finanzierung angeboten. Ansonsten muss ein Kredit bei einer Bank aufgenommen werden. Besonders beliebt sind momentan Onlinekredite, die leicht zu beantragen sind und ein hohes Sparpotenzial bieten.

Mercedes CLA Design
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Ob Auto oder Waschmaschine, Küche oder Neuwagen : Auf der Suche nach einem maßgeschneiderten Kredit für eine Neuanschaffung sollte sich der Käufer zunächst einen groben Marktüberblick verschaffen. Wenn man weiß, welche Summe aufgenommen werden muss, in wie vielen Monatsraten man den Kredit abzahlen möchte und welchen Zinssatz man in etwa erreichen kann, sollte man sich an einen Kreditvergleich machen. Es kann dabei nicht schaden, auch die eigene Hausbank um ein Angebot zu bitten.

Dispokredit: wenig Aufwand, unbegrenzte Laufzeit, hohe Zinsen

Eine Alternative zur Kreditaufnahme ist theoretisch der Dispositionskredit. Beim Dispokredit wird dem Kunden von der Bank eine Kreditlinie bereitgestellt, die er nutzen kann, wenn sein Guthaben auf dem Girokonto nicht ausreicht. Diese Kreditlinie wird gegen eine Gebühr in Form von Zinsen angeboten. Nur bei der Inanspruchnahme des Dispos fallen Zinsen an, die in der Regel deutlich höher sind als bei einem normalen Kredit.

Der Dispo-Jahreszins beträgt oft 10 Prozent und mehr. Dafür muss der Dispositionskredit nicht getilgt werden und hat auch keine feste Laufzeit. Diese von der Bank geduldete Kontoüberziehung lohnt sich nur dann, wenn sie schnell ausgeglichen werden kann. Ein zu hoher Kreditbetrag, der nicht durch den nächsten Gehaltseingang gedeckt wird und Monat für Monat weiter besteht, kann für Verbraucher zu einer kritischen Kostenfalle werden.

Bei einem normalen Verbraucherkredit liegt der effektive Jahreszins in der Regel zwischen 2 Prozent und 3 Prozent, wobei es insbesondere im Autohandel oft Finanzierungsangebote mit 0% effektivem jahreszins gibt. Wenn man einen Privatkredit aufnimmt, fällt dafür zwar keine Bearbeitungsgebühr an. Zum Sollzins kommen aber diverse weitere Kosten und Gebühren dazu, die bei einem Vergleich unterschiedlicher Angebote unbedingt berücksichtigt werden müssen. Die maßgebliche Größe für den Kreditvergleich ist deshalb der sogenannte effektive Jahreszins. Dieser enthält alle obligatorischen Zusatzkosten.

Zinsen für Kredite hängen von der Bonität des Schuldners ab

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Übrigens erhält nicht jeder Kreditnehmer bei jeder Bank in Deutschland dieselben Konditionen. Zahlreiche Kreditinstitute machen ihre Zinsen für Kredite abhängig von der Bonität des Schuldners. In Kreditvergleichen wird hier eine entsprechende Spanne angezeigt. Der günstigste Jahreszins wird nur Interessenten mit bester Bonität angeboten. Um seine individuellen Konditionen zu erfahren, muss man eine unverbindliche Anfrage an das Institut stellen, die übrigens keinen negativen Einfluss auf den SCHUFA-Score hat.

Neben dem effektiven Jahreszins sollte auch auf die Laufzeit geachtet werden. Je länger die Laufzeit, desto schlechter in der Regel die Konditionen, desto niedriger aber auch die monatlichen Raten. In jedem Fall sollte man mit der Bank vereinbaren, kostenlose Sondertilgungen vornehmen zu können. Kommt man im Laufe der nächsten Monate und Jahre unverhofft zu einer größeren Summe, lassen sich die Kreditzahlungen per Sondertilgung erheblich reduzieren.

Immer mehr Bundesbürger beantragen ihren Kredit online. Die Zahl der über das Internet abgeschlossenen Kredite ist laut den Experten von blitz-kredite.com von 2013 bis heute um 18 Prozent angestiegen. Mittlerweile beantragt über 25 Prozent aller Kreditnehmer ihren Kredit über das Internet. Über das Web aufgenommene Kredite sind oftmals günstiger, da die Servicekosten der Bank geringer sind. Als Kreditnehmer ist man zudem unabhängig von den starren Öffnungszeiten der Kreditinstitute. Online-Kredite werden von montags bis sonntags rund um die Uhr angeboten.

Jeder vierte Kreditantrag in Deutschland wird online gestellt

Die Beantragung eines Online-Kredits ist schnell und leicht erledigt. Auf die Kreditanfrage erhält man in der Regel fast postwendend eine Antwort. Durch moderne Verfahren zur Identifikation wie POSTIDENT, SKYPE oder spezielle Banking-Apps wird die Abwicklung beschleunigt, so dass der Verbraucher meist schon nach ein bis zwei Tagen über die gewünschte Kreditsumme verfügen kann.

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Ein weiterer Vorteil des Online-Kredits liegt darin, dass viele über das Internet angebotene Darlehen in ihrer Verwendung kaum beschränkt sind. Es bleibt hier dem Kreditnehmer überlassen, ob er sich mit dem Geld eine schöne Urlaubsreise gönnt oder ein neues Auto . In der Verwendung klar beschränkte Spezialkredite, zum Beispiel für die Finanzierung eines Neuwagens, werden allerdings oftmals zu besseren Konditionen angeboten, da das angeschaffte Gut (hier das Auto) für die Bank eine zusätzliche Sicherheit darstellt.  

Natürlich wird von der Bank auch bei einem Online-Kredit die Bonität des Kunden überprüft. Dazu holt sich die kreditgebende Bank zum einen mit Erlaubnis des Antragstellers eine Auskunft bei der SCHUFA ein. Darüber hinaus kann die Bank den persönlichen SCHUFA-Basisscore anfordern, welcher die Wahrscheinlichkeit definiert, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen nachkommt.

Selbstverständlich interessiert sich die Bank bei der Kreditvergabe auch für den Beruf, das monatliche Einkommen (eine Verdienstbescheinigung wird in der Regel angefordert) und die fixen monatlichen Kosten (inkl. Schuldendienst) des Antragstellers. Während ein negativer SCHUFA-Eintrag ein KO-Kriterium für die Kreditvergabe sein kann, beeinflusst die Einkommens- und Vermögenslage eher die Höhe der Zinsen für den Online-Kredit. Bei bestmöglicher Bonität kann der Zinssatz deutlich unter dem Schnitt liegen.

Bevor man sich für das Angebot einer Bank entscheidet, sollte man einen möglichst ausführlichen Kreditvergleich vornehmen – am besten auch im Internet. Natürlich können Darlehen auch direkt bei einer Bank beantragt werden, mit der man bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Da sich Zinskonditionen allerdings stetig ändern, ist es ratsam, einen möglichst ausführlichen Kreditvergleich durchzuführen.

Wer auf Basis des Online-Darlehensvergleichs ein günstiges Angebot gefunden hat, kann meist direkt über einen Link die Webseite der entsprechenden Bank aufrufen. Dort wird dann meistens unter dem Menüpunkt Finanzierung ein Online-Formular zur Verfügung gestellt, das mit dem Kreditantrag in der Geschäftsstelle der Bank zu vergleichen ist. Die Abwicklung ist vom Antrag über die Legitimierung bis zur Auszahlung meist in ein bis zwei Tagen erledigt.

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