Teilen
Merken
Gesundheit

Alles über gesunden Schlaf

05.10.2012 • 10:00

Ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt ein Mensch durchschnittlich schlafend im Bett. Hier erholen wir uns, tanken Kraft für den neuen Tag. Wir beantworten alle Fragen über gesunden Schlaf und klären Mythen vom Schäfchenzählen bis zum Vorschlafen.

So wichtig ist Schlaf

Wenn wir nachts schlafen, verlangsamt sich unser Atem, der Puls wird langsamer, wir erholen uns. Ausreichend Schlaf ist wichtig für Körper und Geist. Nur so können Leistungsfähigkeit und Konzentration tagsüber erhalten werden. Wer nicht genug schläft, kann krank werden: Das Herz-Kreislauf-System leidet sehr unter Schlafmangel.

Schlaf: Wann ins Bett?

Wann sollte man also idealerweise ins Bett gehen? Oder spielt die Uhrzeit überhaupt keine Rolle? Ein Mythos besagt: Vor Mitternacht bekomme man den besten Schlaf. Tatsächlich ist es aber völlig gleich, wann zu Bett gegangen wird. Zwei Drittel der Deutschen knipsen zwar vor 23 Uhr das Licht aus, die Qualität des Schlafs verbessert sich dadurch jedoch nicht. Richtig ist, dass die ersten zwei bis drei Stunden des Schlafs am erholsamsten sind – die Uhrzeit spielt hierbei keine Rolle. 

Einschlafstörungen

40 Prozent aller Deutschen leiden unter Einschlafstörungen. Wer abends mit zahllosen Gedanken im Kopf ins Bett geht und sich dann stundenlang von einer Seite zur anderen wälzt, versucht häufig Schäfchen zu zählen, um endlich einzuschlafen. Hilft dieses Mittel? Nicht wirklich. Der Hauptgrund für Schlafstörungen dieser Art ist Anspannung. Die Monotonie des Zählens soll entspannen, kann diese Herausforderung allerdings kaum erfüllen. Besser sind bestimmte Einschlafrituale wie eine heiße Tasse Milch vor dem Schafen, ein gutes Buch oder beruhigende Musik. Wer die Gedanken aus seinem Kopf dennoch nicht verbannen kann und bereits länger als 20 Minuten grübelt, sollte seine Gedanken einfach aufschreiben und sich am nächsten Tag darum kümmern. Ein anderer Tipp bei Schlaflosigkeit: Sport. Wer tagsüber Sport macht, ist abends müde. Aber Vorsicht: Zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte nicht mehr gesportelt werden, da der Sauerstoff sonst wieder wach macht.

Acht Stunden Schlaf pro Nacht?

Jeder hat diesen Mythos wohl schon einmal gehört: Die ideale Schlafdauer in der Nacht beträgt acht Stunden. Stimmt’s? Nein, jeder Mensch benötigt eine individuelle Schlafdauer, um sich zu erholen. Manche Menschen sind schon nach fünf Stunden wieder fit, andere müssen zehn Stunden schlafen. Die acht Stunden sind lediglich ein Durchschnittswert. Interessant auch: Jeder Mensch wacht etwa 30 Mal pro Nacht für etwa zwei Minuten auf – nur können wir uns meist am nächsten Morgen nicht daran erinnern. 

Vorschlafen – funktioniert das?

Und wie steht es um den Mittagsschlaf? Empfehlenswert? Ja, allerdings sollte man sich nicht länger als zehn bis 30 Minuten zur Ruhe legen. Außerdem sollte nach 15 Uhr auf ein Mittagsschläfchen verzichtet werden, um Schlafprobleme am Abend zu verhindern. Viele Menschen versuchen vor einer langen Nacht zudem am Mittag vorzuschlafen. Funktioniert das? Nein, jeder Mensch verfügt über einen eigenen Biorhythmus. Schlafen auf Kommando ist kaum möglich. Übrigens: Frauen schlafen im Durchschnitt schlechter als Männer, wenn der Partner neben ihnen liegt. Der Grund dafür liegt in den Genen: Frauen fühlen sich für ihren Partner verantwortlich, während Männer tief und fest schlummern.