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Burnout-Symptome bei Männern und Frauen

Schon seit Jahren ist klar: Die neue Volkskrankheit Burnout hat längst alle Gesellschaftsschichten erreicht. Überraschender erscheint da schon ein anderer Befund: Männer und Frauen erkranken mit gleicher Häufigkeit, doch die Burnout-Symptome unterscheiden sich.

04.05.2012 13:00 | 0:56 Min | © mysporty

Allgemeine Burnout-Symptome

Mit Burnout wird der Zustand der emotionalen Erschöpfung beschrieben. Misserfolge im Beruf oder Privatleben lassen die Lebensfreude schwinden. Betroffene fühlen sich ausgebrannt. Schon die Angst vor dem Scheitern an den alltäglichsten Aufgaben wird beim Burnout zur ständigen Zerreißprobe.

Zu den Symptomen von Burnout zählen im Wesentlichen chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depressionen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Außerdem besteht häufig eine Neigung zu Alkohol- und Drogenmissbrauch. Darüber hinaus ziehen sich die an Burnout Erkrankten häufig von Familie, Freunden und Arbeitskollegen zurück.

Burnout-Symptome bei steigender Belastung

Grundsätzlich gilt: An der ständigen Belastung und den quälenden Burnout-Symptomen können Männer genauso zerbrechen wie Frauen. Entscheidend für die Erkrankung ist folglich nicht das Geschlecht. Vielmehr sind die Lebens- und Arbeitsumstände von Bedeutung. Wer im Privatleben oder im Job viel Stress zu bewältigen hat, der ist auch einem höheren Risiko ausgesetzt, an Burnout und als Folge auch Depression zu erkranken.

Erste Hilfe und langfristige Behandlung

Wenn Symptome auftreten, werden als erste Maßnahme der Burnout-Behandlung lang ausgelegte Erholungsphasen empfohlen, um die Symptome zu lindern. Zusätzlich empfiehlt sich eine Psychotherapie mit verhaltenstherapeutischem Ansatz. In der therapeutischen Arbeit lernen die Patienten, wieder ein besseres Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln. Außerdem werden den von Burnout Betroffenen wichtige Tipps an die Hand gegeben, wie sie besser mit Stress umgehen können.

Besondere Gefährdung von Frauen

Ein Faktor darf dabei nicht aus dem Blick geraten: Auch heute noch unterscheiden sich die Lebensumstände deutlich: Nach wie vor sind es meisten Frauen, die neben dem Job und Haushalt auch die Familie managen. Unter dieser Dreifachbelastung melden sich Burnout-Symptome wesentlich häufiger. Die Gefahr, eine geistige und körperliche Erschöpfung zu erfahren, steigt an.

Burnout-Symptome im Privatleben bekämpfen

Eine Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie muss aber nicht zwangsläufig auch das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Wenn die Symptome einen Burnout ankündigen, kann das private Heim neben dem oft anstrengenden Berufsleben ein wichtiger Ort der Ruhe und Entspannung sein. Hier kann Stress abgebaut und neue Kraft geschöpft werden - ein perfekter Beitrag zur Burnout-Prävention.

Unterschiedliche Symptome bei Männern und Frauen

Männer und Frauen sind in gleichem Maße durch Burnout gefährdet. Doch die beobachtbaren Symptome sind andere. Während Frauen weniger Scheu davor haben, die eigene Wahrnehmung von einer geistigen und körperlichen Erschöpfung offen zur Sprache zu bringen, neigen Männer dazu, ihre Probleme in sich hinein zu fressen. Aus diesem Grund verwundert es wenig, dass der Befund eines Burnouts bei Männern wesentlich seltener festgestellt wird. Ein typisches Burnout-Symptom bei männlichen Patienten ist aber gut erkennbar: die ständige Gereiztheit.

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