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Gesundheit

Mittel gegen Schwitzen: Was wirkt

20.07.2012 • 10:00

Schweiß ist ziemlich lästig und verursacht unschöne Flecken auf der Kleidung. Mittel gegen Schwitzen können die Schweißbildung verringern. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Starkes Schwitzen: Was passiert im Körper?

Hinter starkem Schwitzen steckt nicht zwangsläufig eine Krankheit. Es bedeutet zunächst nur, dass der Körper abgekühlt werden muss, wie der plastische Chirurg Dr. Wolfgang Funke erklärt. Ungefähr 20 Prozent unserer Körpertemperatur wird über das Schwitzen geregelt. Deswegen ist die Schweißbildung lebensnotwendig – auch wenn dadurch hin und wieder lästige Schweißflecken auf Hemden und Blusen verursacht werden.

Ein Flüssigkeitsverlust von etwa 1.000 Kubik in fünf Minuten kann hingegen als krankhaft starkes Schwitzen bezeichnet werden. Dieses starke Schwitzen kann und sollte ärztlich behandelt werden. Die Ursachen sind unterschiedlich; so können hormonelle Gründe dahinter stecken oder aber auch eine Diabeteserkrankung.

Mittel gegen Schwitzen ohne Krankheitsbefund

Wer meint, dass starkes Schwitzen durch ein Deodorant unter Kontrolle zu bringen ist, der täuscht sich. Deos reduzieren nicht die Flüssigkeit, sondern verschließen die Poren, durch die der Schweiß nach außen dringt. Besser wirken hingegen Antitranspiranten. Im Gegensatz zu Deos enthalten diese eine chemische Zusammensetzung, welche die Schweißbildung reduzieren soll.

Gegen starkes Schwitzen, das keine krankhaften Ausmaße annimmt, kann man sich vom Experten auch eine Botox-Injektion geben lassen. Allerdings verschwindet die Wirkung des Botox gegen starkes Schwitzen bereits nach ein paar Monaten wieder.

Weitere Mittel gegen Schwitzen gehen dann schon in den chirurgischen Bereich. Gefährlich sei es nicht, so der Experte Dr. Wolfgang Funke, wenn ein paar Schweißdrüsen entfernt werden. Nach etwa zehn Jahren kann es allerdings zu einer bösen Überraschung kommen: Starkes Schwitzen macht sich zwar nicht mehr unter den Achseln bemerkbar, dafür aber an anderen Körperstellen, wie zum Beispiel den Händen.

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