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Ratgeber

Hunde-Halloween-Parade: Vierbeiner mit Kostüm

30.10.2014 • 17:00

Wenn die Amerikaner das Halloween-Fieber packt, werden ihre heißgeliebten Vierbeiner in die abgedrehtesten Kostüme gesteckt. Alles über die Hunde-Halloween-Parade, wo sie stattfindet und ob man dort mit Hund und Kegel hin muss, verrät der SAT.1 Ratgeber.

Verkleidungen für Hunde

Einige Hundebesitzer werfen Halloween meist nicht nur sich selbst in Schale, sondern auch ihre Vierbeiner. Ob funny, scary, selfmade oder creepy – bei den Kostümen gibt es kaum eine Grenze, die noch nicht überschritten wurde. So gibt es Verkleidungen, bei denen man nicht weiß, wo vorn und wo hinten ist: Skelettanzüge, umschnallbare Euter, Perücken, Batman-Flügel, Umhänge, Ketten, und, und, und. Kreativität ist das Motto!

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© Kiko Jimenez - Fotolia

Wer selbst eine Halloween-Party mit vierbeinigem Anhang ausrichten möchte, findet im SAT.1 Ratgeber ein paar Ideen für Hunde-Kostüme. Selber machen? No problem. Achten Sie aber darauf, dass Wuffi trotzdem noch das Bein heben kann. Wer hingegen sogar mit dem Gedanken spielt, zur alljährlichen Hunde-Halloween-Parade zu fahren, erfährt im Folgenden, ob sich das lohnt.

Hunde-Halloween-Parade in New York

Wenn aus braven Hunden harte Hip-Hop-Gangster, riesige Raupen oder putzige Prinzessinnen werden – dann findet in New York die Hunde-Halloween-Parade statt. Es ist die absurdeste Halloween-Parade auf vier Pfoten und jedes Jahr versammeln sich tausende Schaulustige sowie Hundebesitzer im Tompkins Square Park, um Hunde in schrillen Kostümen zu sehen.

Schweine, Spinnen, Pfauen, Pflanzen, Päpste – jedes Jahr übertreffen sich die Hundebesitzer gegenseitig in puncto Kostüme. Nicht selten kosten diese mehrere hundert Euro und sind selbstgemacht – schließlich will man gewinnen. Da werden schon mal Krallen bunt angemalt und Fellhaare gefärbt, um aufzufallen. Die Siegerprämie: ein iPad mini, allerdings auf Kosten der Vierbeiner. Die müssen da durch, sind meist aber genervt, sehen müde aus oder werden aggressiv. Halloween – für Hunde kein Spaß. Die Halloween-Hunde-Parade ist jedenfalls alles andere als tierlieb. Hunderte von kostümierten Hunden sowie tausende von Zuschauern nehmen alljährlich an dem dreistündigen Event teil. Eine Quälerei für die Tiere, sagen viele. Und doch hat diese nicht immer wohlgelittene Parade einen tiefergehenden Hintergrund.

In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war der Tompkins Square Park ein Ort der Verbrechen – ein Tummelplatz für Kriminelle, Dealer und Junkies. Mit der ersten Parade versuchten ortsansässige Hundebesitzer, diesen Platz für sich zurück zu erobern. Mit Erfolg. Stetig verbesserte sich das Parkumfeld, bis im Jahr 2008 eine große Renovierung erfolgte, die den Park zu dem machte, was er heute ist. Dabei wurden die Gelder von den „Friends of First Run“ anteilig aufgebracht. Wüssten die Hunde um den Grund für die Verkleidung, würden sie es eventuell etwas leichter nehmen.

So kann man Hunde tierfreundlich für Halloween kostümieren

Jeder Hundebesitzer wird es bestätigen, tierfreundlich ist an erste Stelle etwas, das das Tier mag. Ein Hund, der gern alles mit seinem Besitzer unternimmt, hat in der Regel Spaß an allen Spielen, die Herrchen so einfallen. Kostümieren, womöglich gemeinsam mit Herrchen oder Frauchen, kann dazu gehören, muss aber nicht. Ist der Hund abgeneigt, sollten Sie es vielleicht bei einem kleinen Accessoire wie einem zum Thema passenden Halsband belassen.

Kann man seinen Hund von der Idee einer Kostümierung überzeugen, gilt es als nächstes, ein tierfreundliches Kostüm auszuwählen. Dabei sind unterschiedliche Kriterien zu beachten:

Bewegungsfreiheit: Der Hund sollte sich mit dem Kostüm weiterhin problemlos bewegen können. Es fängt mit dem Laufen an, geht aber noch weiter. Ist Ihr Hund sehr aktiv und tollt gern in Räumen herum, sollten auch enge Passagen für ihn weiterhin kein Problem darstellen. Sperrige Kostüme, die ihn am Durchkommen hindern, können ein Tier schnell verängstigen. Besonders empfindlich sind Hunde an Nase und Ohren – hier sollte nichts drücken oder zwicken, Hüte oder Kopfschmuck besser nicht mit Gummibändern befestigen.

Körpertemperatur: Viele der ganz kleinen Hunde sind für die kalte Witterung nicht mehr von Natur aus gerüstet und benötigen einen zusätzlichen Schutz im Freien. Mäntelchen und Capes sind diesen kleinen Vierbeinern daher nicht fremd. Soll allerdings ein Hund mit dichtem Fell kostümiert werden, so ist es wichtig, auf ausreichende Luftzirkulation zu achten. Denn sonst leidet der Hund sehr – und schwere Folgeschäden sind nicht auszuschließen.

Ungiftige Materialien: Natürlich kann man einen Hund auch färben oder ihm die Krallen anmalen. Wenn es ihm gefällt, ist alles erlaubt. Dabei ist es jedoch stets wichtig, darauf zu achten, dass ausschließlich ungiftige Stoffe zum Einsatz kommen. Sei es im Kostüm, an den Accessoires oder in Färbemitteln – Hunde lecken sich häufig und können so schnell Teile oder Inhaltsstoffe des Kostümes verschlucken. Daher auch stets darauf achten, dass sich keine verschluckbaren Kleinteile vom Kostüm lösen können.

Möchten Sie also Ihren Hund kostümieren, können Sie es ohne schlechtes Gewissen tun, so lange Sie das Wohl Ihres Lieblings nicht aus den Augen verlieren. Nicht immer schadet man einem Tier in böser Absicht, mit ein wenig Umsicht kann man es allerdings ganz vermeiden.

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