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#Was kann das „Viagra“ für die Frau?

Flibanserin: So heißt der Arzneistoff, der Frauen zukünftig wieder mehr Lust beim Sex verschaffen soll. Wie? Durch die Absenkung des libidohemmenden Hormons Serotonin und der gleichzeitigen Anhebung der Glückshormone Dopamin und Noradrenalin.

#Lässt sich mit dem Potenzmittel die Beziehung retten?

Wer glaubt, dass das Medikament immer gegen Langweile im Bett hilft, wird enttäuscht werden. Flibanserin, das unter dem Namen „Addyi“ erhältlich ist, wird nur dann verschrieben, wenn eine hypoaktive Sexualtriebstörung bei Frauen vor der Menopause festgestellt wird. Ein Allheilmittel für mehr Erotik im Schlafzimmer ist Flibanserin demnach nicht.

#Warum kommt das Medikament erst jetzt?

Laut aktuellen Studien sollen ungefähr 40 Prozent aller Frauen unter einer schwachen Libido leiden. Eine Zahl, die der Pharmaindustrie natürlich bestens bekannt ist. Bereits 2010 und 2013 hätte die Lustpille erhältlich sein sollen. Aufgrund möglicher schwerer Nebenwirkungen wurde das Medikament jedoch nicht von der US-Arzneimittelbehörde „FDA“ zugelassen.

#Gibt es also keine Nebenwirkungen mehr?

Ganz ungefährlich bleibt die Einnahme von Flibanserin nach wie vor nicht: In Kombination mit Alkohol  kann die Arznei für einen bedrohlich niedrigen Blutdruck sorgen. Zudem warnt der deutsche Berufsverband der Frauenärzte vor einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Eine Behandlung mit dem Medikament sollte daher nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Angeber-Fact: Mit der Einführung von Flibanserin hofft die Pharmaindustrie auf ein ähnlich hohe Verkaufszahlen wie bei „Viagra“. Mit der Sexpille für den Mann konnte der US-Pharmakonzern Pfizer 2008 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro verzeichnen – eine neue Bestmarke für das Unternehmen.

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