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#Depotspritze

Für alle Vergesslichen ist die Depotspritze, auch als Dreimonatsspritze bekannt, eine echte Alternative zur Pille. Sie verhindert den Eisprung und sorgt für eine Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals – Samenzellen haben es somit schwer, zum Eileiter zu gelangen. Aber Achtung: Die Depotspritze kann nur vom Arzt verschrieben und angewendet werden. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr nicht schon beim Anblick der Nadel in Ohnmacht fallt.

#Verhütungscomputer

Warum den kompletten Zyklus über mit der Pille vorsorgen, wenn der Sex doch nur an gut sechseinhalb Tagen pro Monat wirklich zur Schwangerschaft führen kann? Die unnötige Hormonzufuhr könnt ihr euch sparen, wenn man dem Versprechen des Verhütungscomputers trauen darf. Dieser gibt nämlich Auskunft darüber, zu welchem Zeitpunkt die Anwenderin schwanger werden kann. Nur dann muss zumindest in der Theorie mit Kondom und Co. verhütet werden. Hundertprozentig sicher ist diese Methode jedoch nicht – auch ein Computer kann sich irren.

#Kupferkette

Von einer Kupferspirale habt ihr vielleicht schon einmal etwas gehört, aber was ist eine Kupferkette? Die Antwort: ein hormonfreies Verhütungsmittel, das den weiblichen Zyklus beeinflussen kann. Genauer gesagt handelt es sich um kleine Kupferröhrchen, die auf einem Nylonfaden zu einer Kette aufgereiht sind. Diese wird mit einem Knoten in die Muskulatur der Gebärmutterwand gebunden. Klingt brutal, ist aber nur mit geringen Schmerzen verbunden. Zudem übernimmt für gewöhnlich der Frauenarzt das Einsetzen der Kupferkette.

#Diaphragma

Das Wort Diaphragma hört sich nicht nur kompliziert an, auch die Anwendung ist etwas aufwendiger. Etwa eine halbe Stunde, jedoch nicht länger als zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr, muss das Diaphragma mit dem beiliegenden Gel eingerieben und dann eingeführt werden. Nach dem Sex darf es dann frühestens acht Stunden später herausgenommen werden. Hier ist also ein gutes Zeitmanagement gefragt.

#Verhütungspflaster

Ein Verhütungsmittel, das so zuverlässig wie die Pille wirkt, für das ihr aber keine tägliche Gedächtnisstütze benötigt? Die Lösung heißt Verhütungspflaster. Und so funktioniert es: Am ersten Tag der Monatsblutung wird das Pflaster auf eine saubere und trockene Hautstelle geklebt. Über drei Wochen muss es dann nur einmal die Woche gewechselt werden, dann folgt eine siebentägige Verhütungspause, bevor das Spiel von vorne beginnt. Verhüten war selten so einfach.

#Coitus interruptus

Sie gilt als die älteste, aber auch gleichzeitig dümmste Verhütungsmethode der Welt – der Coitus interruptus. Dabei zieht der Mann kurz vor der Ejakulation seinen kleinen Freund heraus. Das gelingt leider nur im seltensten Fall, schließlich muss Mann sich stets an die eigene Vernunft erinnern und bekanntlich fließt das Blut beim Sex ja überall hin, nur nicht ins Gehirn. Unser Tipp daher: Lieber nachts zum Kondomautomaten rennen, als in neun Monaten ungewollt das schreiende Ergebnis des Matratzensports in den Händen zu halten.

Angeber-Fact: Seit 1960 gilt die Antibabypille in den westlichen und östlichen Industrienationen als das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel.