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#Sterilisation light

Meist kümmert sich Frau um die Verhütung, doch dank einer neuen Erfindung können auch die Herren der Schöpfung nun bald das Ihrige tun, um frühzeitigen Nachwuchs zu vermeiden. Ein Samenleiterventil kann per Knopfdruck den Samenerguss verhindern. Nach dem Sex schaltet Mann sein Verhütungsmittel dann einfach wieder aus – das war's. Im Gegensatz zur Sterilisation führt der Samen-Schalter also nicht zur dauerhaften Unfruchtbarkeit. Der Haken an der Geschichte: Das Ventil muss zunächst operativ eingesetzt werden.

#Wer hat's erfunden?

Hinter dieser kuriosen Verhütungsidee steckt kein Mediziner, sondern ein Tischlermeister. Der Deutsche Clemens Bimek entwickelte das Samenleiterventil und ließ es auf seinen Namen patentieren. Bisher gibt es jedoch nur eine Testperson – den Erfinder höchstpersönlich. Deshalb hält Bimek auch nach Freiwilligen Ausschau, die den Samen-Schalter ausprobieren möchten.

#Medizin skeptisch

Hat ein Tischler nun womöglich das einfachste Verhütungsmittel der Welt für Männer entdeckt? Mediziner scheinen da noch so ihre Zweifel zu haben. Eine Urologin der Uniklinik Münster gab im Gespräch mit „DRadio Wissen“ zu Protokoll: „Das Lumen, da, wo der Samen durchfließt, ist sehr klein und fein. Und es ist schwierig, dazwischen etwas zu befestigen, ohne dass man den Samenleiter beschädigt.“ Außerdem hält sie es noch nicht für erwiesen, dass der Samen-Schalter eine wirklich zuverlässige Verhütung darstellt. Ob der Anti Baby-Schalter also in Zukunft wirklich von Ärzten als Verhütungsmethode angeboten wird, bleibt abzuwarten. Vor Geschlechtskrankheiten schützt die Erfindung in jedem Fall nicht.

Angeber-Fact: Den radikalen Schritt einer Sterilisation wagen offenbar mehr Damen als Herren. In Deutschland entscheiden sich etwa acht Prozent der Frauen im reproduktionsfähigen Alter bewusst für die Unfruchtbarkeit. Bei den Männern lassen hingegen nur etwa zwei Prozent den Eingriff durchführen.