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Ratgeber

Busserl hier, Busserl da: Knutschen auf dem Oktoberfest

13.09.2012 • 00:00

Ein Busserl, bayerisch und österreichisch für Kuss, gibt es auf dem Oktoberfest meistens nur im Plural. Zwischen Bierkrug und Brezn fliegen die Busserl nur so von Buam zu Madl und zurück.

Busserl – bayerischer Begriff für einen flüchtigen Kuss

Der Begriff Busserl ist nicht umsonst Bestandteil einiger bayerischer Sprüche. Wenn der Bayer vom Busserl spricht, meint er einen Kuss. Während die konkurrierenden Buam und Madl auf der Wiesn hauptsächlich der Mund-zu-Mund-Küsserei frönen, steht das Busserl normalerweise eher für einen flüchtigen, meist freundschaftlichen Kuss auf eine andere Körperregion als den Mund. Bevorzugt wird ein „Busserl aufs Backerl“ (Ein Kuss auf die Wange). Ein waschechter Zungenkuss wird eigentlich nicht unter diesem Begriff geführt.

Oktoberfest: Mit jedem Bier schwinden die Hemmungen

Oktoberfest-Besucher, die ohne einen ergatterten Busserl die Wiesn verlassen, sind entweder in einer Beziehung oder haben irgendetwas falsch gemacht. Wie der Wettstreit unserer jungen Kussjäger zeigt, haben es die Damen auf dem größten Volksfest der Welt leichter, kusswillige Herren für ein Busserl zu begeistern. Doch auch die Frauen lassen sich von dem ein oder anderen Bierzeltcasanova verführen. Für beide Geschlechter gilt die Regel: Mit jeder verstrichenen Tagesstunde steigt die Chance, Busserl zu erhalten beziehungsweise welche austeilen zu dürfen. Das süffige Oktoberfestbier sorgt eben für ein loses Mundwerk – in mehrfacher Hinsicht!