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Ratgeber

Das Wiesn-Fundbüro – Museum für kuriose Fundstücke

13.09.2012 • 00:00

Was auf dem Oktoberfest verloren geht, landet häufig im Wiesn-Fundbüro. Doch wer meint, dass dort nur verloren gegangene Schlüssel, Regenschirme, Geldbörsen und Handys auf ihre Besitzer warten, irrt.

Wiesn-Fundbüro offenbart intime Details

Die Betreiber der Festzelte liefern ihre Fundsachen jeden Morgen gleich säckeweise beim Wiesn-Fundbüro ab. In den 16 Tagen Oktoberfest landen rund 4.000 Gegenstände im Wiesn-Fundbüro. Den Großteil machen Geldbörsen, EC- und Kreditkarten, Brillen und Sonnenbrillen, Handys und Schlüssel aus. Aber auch Unterwäsche ist regelmäßig dabei.

Allerdings gehen auch Gegenstände verloren, bei denen man sich fragt, warum Sie von ihren Besitzern überhaupt zur Wiesn mitgenommen wurden. Wollte jemand seine Eindrücke sofort zu Papier bringen oder wie sonst lässt sich der Verlust einer alten mechanischen Schreibmaschine auf dem Oktoberfest erklären? Und wieso geht ein massiver Begrenzungspfosten auf dem Oktoberfest verloren? Neben Kleidung und den üblichen Fundstücken finden die Mitarbeiter auch schon einmal eine Ladung zum Strafantritt und ein nervenärztliches Attest, das vom Aufenthalt in großen Menschenmengen abrät.

Wunderheilungen auf dem Oktoberfest?

Nur 15 Prozent der Fundstücke werden von ihren Besitzern im Wiesn-Fundbüro wieder abgeholt. Nicht abgeholte Gegenstände werden später versteigert. Dabei können Sie unter Umständen echte Kuriositäten wie Superman-Kostüme, Skistiefel, Prothesen oder Glasaugen ersteigern. Auch Rollstühle und Kinderwagen werden nicht selten auf dem Oktoberfest vergessen. Bei der Menge an zurückgelassenen medizinischen Hilfsmitteln könnte man fast meinen, dass das Oktoberfestbier für spontane Wunderheilungen sorgt.