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Grillkohle anzünden und entsorgen: Wichtige Tipps

02.05.2013 • 10:00

Wer kennt es nicht: Sie wollen die Grillkohle anzünden, doch nach erfolgreicher Tat reicht ein Augenblick der Unachtsamkeit und schon ist aus dem lodernden Feuer ein qualmendes Lüftchen geworden. Was machen Sie nur falsch? Der SAT.1 Ratgeber macht den Grillkohle-Test und gibt Ihnen Tipps, wie Sie richtig grillen.

Tipps zur Grillkohle vorab: Gleichgroße Stücke kaufen

Um Grillkohle anzünden zu können, müssen Sie erstmal welche kaufen. Eine ordentliche Glut hängt bereits von der Wahl der Grillkohle ab. Achten Sie auf eine gute Qualität. Hochwertige Kohle ist gleichmäßig gestückelt. So geht die Luft gut durch und wenn sie die Grillkohle anzünden, brennt diese gleichmäßig ab. Dass ausschließlich teure Produkte glühende Resultate liefern, ist ein Vorurteil. Gute Grillkohle erhalten Sie für einen durchschnittlichen Preis von etwa 1,50 Euro pro Kilogramm.

Es besteht zudem die Möglichkeit, verschiedene Sorten Grillkohle im Grill miteinander zu mischen, zum Beispiel fest gepresste Briketts mit Holzkohle. Der Mix bringt zwei Vorteile: Holzkohle brennt schneller an als Briketts. Dagegen sorgen Briketts für eine längere Glut, wenn Sie diese zusammen mit Grillkohle anzünden.

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Wichtig beim Brutzeln: Den Grill richtig anzünden. Sonst besteht Lebensgefahr! © Calado - Fotolia

Richtig grillen: Grillanzünder als Feuerentfacher

Möchten Sie Grillkohle anzünden, benötigen Sie Grillanzünder. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten – feste oder flüssige Anzünder, aber auch die Gel-Variante. Alle sind geeignet, wichtig ist nur, dass Sie die Gebrauchsanweisung befolgen. Vorsicht: Lassen Sie die Finger von Benzin und Spiritus, denn dadurch bildet sich über dem Grill ein gefährliches Gas-Sauerstoff-Gemisch, das zu Explosionen oder Verpuffungen führen kann.

Sie möchten nicht nur grillen, sondern auch richtig grillen? Dann warten Sie, bis die Grillkohleanzünder komplett abgebrannt sind, bevor Sie Ihr Grillgut auflegen. Denn viele Feuerentfacher sind chemisch belastet. Verteilen Sie die Anzündwürfel außerdem gleichmäßig zwischen den Kohlen und zünden diese mit einem langen Streichholz an.

Tipp: Im Handel sind mittlerweile auch umweltfreundliche Alternativen aus Kerzenwachs oder Pinienholz erhältlich. Einen elektrischen Grillanzünder können Sie ebenfalls verwenden. Dieser besteht aus einer strombetriebenen Metallschleife und braucht etwa eine halbe Stunde, um die Kohlen durchzuglühen.

Grillkohle richtig anzünden: Holzkohle muss glühen!

Sobald sich auf der Grillkohle eine weiße Ascheschicht bildet, ist es an der Zeit, die Glut mit Sauerstoff zu versorgen, damit sie nicht wieder erlischt. Ob durch Wedeln mit den Händen oder mithilfe eines Handblasebalgs – Hauptsache, es wird eine stete Luftzufuhr gewährleistet. Wer einen Haubengrill hat, nimmt in der Zeit den Deckel ab oder öffnet alle Lüftungsschieber. Sobald alle Kohlestücke und Briketts glühen, was an der weißen Farbe gut zu erkennen ist, können Grillfleisch, Hamburger, Würstchen und vegetarisches Grillgut aufgelegt werden.

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Woran Sie erkennen, dass die Grillkohle richtig durchgeglüht ist? An ihrer weißen Farbe. © juefraphoto - Fotolia

Grillkohle entsorgen: Das sollten Sie beachten

Richtig grillen – dazu gehört auch die Reinigung des Brutzlers und eine fachgerechte Entsorgung der Grillkohle und Asche. Ganz wichtig: Lassen Sie diese erst vollständig erkalten, bevor Sie sie in Beuteln verpacken und in die Restmülltonne werfen. Wer im Park brutzelt, findet auf ausgewiesenen Grillplätzen entsprechende Behälter extra für Grillkohle. Die normalen Müllbehälter im Außenbereich sollten Sie nur benutzen, wenn die Kohle bereits völlig erkaltet oder abgelöscht ist und wenn Sie staubdichte Beutel zum Verpacken dabeihaben.

Fazit: Möchten Sie richtig grillen, gehört dazu auch der richtige Umgang mit Grillkohle. Anzünden können Sie diese auf verschiedene Weise, aber nicht alle Mittel und Wege führen zum Ziel und sind ungefährlich. Verwenden Sie statt Benzin oder Spiritus unbedingt handelsübliche Grillanzünder und warten Sie, bis diese vollständig verbrannt sind. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verwendet umweltfreundliche Feuerentfacher – zum Beispiel aus Pinienholz. Tipp: Erst das Grillgut auf den Rost legen, wenn die Kohle glüht. Dazu sollte vorher eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet sein. Geschafft? Noch nicht ganz. Denn nach dem Grillvergnügen ist vor der Reinigung. Denken Sie auch an eine fachgerechte Entsorgung der Grillüberreste.

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