Ratgeber

Perfekte Selfies machen

So gelingen die besten Selfies

Die Selfie-Manie ist ungebrochen – und das Web quillt über von zumeist spontanen Selbstporträts, die mit Handykameras geschossenen wurden. Und viele davon sind nicht sonderlich vorteilhaft. Dabei ist es gar nicht so schwierig, gute Selfies zu machen, wenn Sie einige Tipps beachten.

Gute Rahmenbedingungen helfen, wenn Sie Selfies machen

Auch wenn Spontaneität zu den Grundprinzipien des Selfie-Machens gehört, sollten Sie sich vorher einmal umschauen und über den Hintergrund nachdenken. Dabei geht es nicht nur darum, dass Sie vielleicht nicht jedem einen Einblick in Ihr Schlafzimmer geben möchten. Ein ruhiger, möglichst einfarbiger Hintergrund wertet nämlich nicht nur professionelle Fotos, sondern auch Selfies enorm auf. Zudem sollten Sie darauf achten, dass sich keine unbeteiligten Dritten im Hintergrund aufhalten, wenn Sie ein Selfie machen. Die könnten nämlich vielleicht nicht erfreut sein, wenn ihr Bild durch soziale Netzwerke schwirrt.

Tipps vom Kasernenhof: Kopf hoch und Haltung annehmen!

Das Gesicht sollte auf Bildern nicht im Schatten liegen. Ein guter Tipp für jedes Selfie ist es, den Kopf leicht anzuheben. Das Licht kommt meistens von oben und leuchtet das Gesicht so besser aus, anstatt Schatten zu werfen. Eine gewisse Körperspannung ist generell wichtig, wenn Sie gute Selfies machen wollen. Wer wie ein nasser Sack vor der Kamera hängt, sieht auch auf Fotos selten gut aus.

Je weiter die Kamera von Ihnen entfernt ist, desto besser ist in der Regel auch die Perspektive. Machen Sie Ihren Arm also möglichst lang und halten Sie ihn ruhig. Den Auslöser sollten Sie nach Möglichkeit nicht über das Display betätigen. Dabei besteht die Gefahr, dass Ihr Selfie verwackelt oder der Arm mitten im Bild ist, wenn Sie die freie Hand nutzen. Wenn Ihre Handykamera nicht über eine Hardwaretaste ausgelöst werden kann, betätigen Sie den Auslöser am besten per Sprachsteuerung.

Mit der Frontkamera bessere Selfies machen

Bei den meisten Smartphones ist die Bildqualität der Frontkamera schlechter als die der Hauptkamera. Trotzdem sollten Sie sie für Selfies verwenden, da Sie so sehen, was Sie gerade fotografieren. Achten Sie dabei allerdings darauf im Moment des Auslösens nicht mehr auf das Display zu blicken, sondern direkt in die Kamera.

Selfies machen mit einem Selfie-Stick

Mal ehrlich, ihr habt doch auch schon mal ein Selfie von euch gemacht und es ins Netz hochgeladen. Dann wisst ihr, wie unhandlich es sich anfühlt, die Kamera möglichst weit vor euch zu halten, auf den Auslöser zu drücken und sich dabei von seiner besten Seite zu zeigen. Probleme, die man mit dem Selfie-Stick nicht hat. Oder?

Was genau ist ein Selfie-Stick?

Der Name lässt es bereits erahnen: Konkret handelt es sich beim Selfie-Stick um einen Stab, an dessen Griff ein Auslöser integriert ist. Am Ende des Sticks wird das Smartphone oder die Kamera angebracht.

Braucht man das für gute Bilder?

Abgeschnittene oder unerwünschte Körperteile wie Arme oder Finger: So sieht es in der Regel aus, wenn man mit seiner Cam Selfies machen will. Nicht aber beim Selfie-Stick! Durch den größeren Abstand kann die Kamera dementsprechend ein größeres Umfeld fassen. Da durch den Stab die Kamera statisch bleibt, entstehen keine verwackelten Aufnahmen Gerade bei Gruppenfotos äußerst praktisch. Illusionen sollte man sich aber keine machen: Fotogener macht einen der Selfie-Stick nicht.

Wie viel kostet der Selfie-Stick?

Das kommt ganz auf das Model an: So gibt es Sticks, die auch unter Wasser Selfies machen können und einen eingebauten Schwenkarm haben. Hier muss mit einem Preis von um die 50 Euro gerechnet werden. Es gibt jedoch auch Ausführungen ab 14 Euro. Mehr als einen Metallstab mit Auslöser und einer Halterung für die Kamera darf man jedoch bei den minderwertigen Produkten nicht erwarten.

Ob man solches Equipment braucht, um Selfies zu machen, ist wohl auch eine Frage des Geschmacks. Beim Thema "Selfie" scheiden sich in jedem Fall die Geister. 25 Prozent der Deutschen finden die Selbstporträts ansprechend. 32 Prozent halten Menschen, die ständig Fotos von sich ins Netz stellen, für eitel und nervig. Nur 4,5 Prozent gaben zu, selbst Selfies zu machen und in den sozialen Netzwerken zu teilen.

4 Gründe, warum Selfies ungesund für euch sind

Ein Bild hier, ein Bild da – was soll an dem Geknipse schon schlimm sein? Der Foto-Wahn auf Social-Media und Co. macht fast vor niemanden halt. Dass ihr die Selbstporträts aber lieber in geringen Dosen schießen solltet, zeigen diese Fakten.

1. Selfies zu machen, wird eine Sucht

Kein Scherz: Es kann Menschen regelrecht in den Wahnsinn treiben, wenn sie ständig Selfies machen. Ist die Selfietis fortgeschritten, will Mann oder Frau jedes Event per Smartphone dokumentieren und knipst auch mal 100 Fotos am Stück, um den perfekten Schnappschuss hinzubekommen. Alles andere, als ein gesundes Verhalten!

2. Zu viele Oberflächlichkeiten

Der Selfie-Wahn auf Social Media führt dazu, dass wir uns viel zu sehr mit Äußerlichkeiten beschäftigen. Plötzlich steht nicht mehr der Spaß im Urlaub, sondern nur noch das gelungene Selfie vor den Sehenswürdigkeiten in Mittelpunkt. Außerdem schummeln die meisten auf den Fotos, was das Zeug hält und helfen so dabei, ein unrealistisches und vor allem ungesundes Körperbild zu verbreiten.

3. Selfies machen Verbrechern das Leben leicht

Wer seine Selfies über Facebook, Instagram und Co. postet, gibt damit einen Haufen Informationen von sich preis. Das Foto vom Strandausflug verrät Einbrechern, dass niemand zu Hause ist. Und gibt es auch schon zahlreiche Bilder von eurem Haus im Netz, finden sie sich da auch noch blendend zurecht. Außerdem kann jeder euer Selfie von den Social Media-Seiten herunterladen und verwenden. Selbst, wenn das nicht ganz legal ist, könnt ihr euch davor kaum schützen.

4. Todesfalle Selfie

Besonders gefährlich: Im Knips-Eifer vergisst so mancher Smartphone-User alles andere um sich herum, und riskiert so sein Leben. Bereits mehrere Menschen starben etwa, weil sie Selfies machten und dabei stürzten oder herannahende Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig sahen.

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