#Panikmache

Ein neuer Youtube-Trend zeichnet sich ab: Clips von Katzen, die sich vor einer Gurke erschrecken. Während des Fressens legen ihre Besitzer heimlich das grüne Gemüse hinter sie, drehen sich die Stubentiger dann um, bekommen sie einen Riesenschreck. Bleibt die Frage: Warum eigentlich? Das Ding bewegt sich schließlich nicht mal…

#Fluchtinstinkt

Aufgrund der Gurkenform könnte man vermuten, Katzen sehen in der Gurke eine Schlange. Doch diese Theorie ist nicht stichhaltig, wie Tiertrainerin und -psychologin Judith Böhnke erklärt, denn die Vierbeiner sehen Schlangen durchaus auch als Beute an und haben nicht per se Angst vor ihnen. Viel wahrscheinlicher ist der Überraschungseffekt als Auslöser. Denn Katzen sind beim Fressen gern ungestört. Ist alles ruhig, fühlen sie sich wohl und sicher. Entdecken sie während des Fressens oder danach hingegen etwas, das vorher noch nicht da war – eine Gurke beispielsweise –, nehmen sie Reißaus. Überraschungen können Katzen nämlich gar nicht leiden.

#Nicht die Gurke ist schuld

Diese Erklärung legt die Vermutung nahe: Nicht die Gurke als solche ist schuld, die Katzen erschrecken sich vielmehr vor dem Unbekannten. Auch jeder andere Gegenstand, den Besitzer klammheimlich hinter den Stubentiger legen, würde ihn also in die Flucht schlagen. Übrigens: Was im ersten Moment wirklich lustig und wie ein großer Spaß aussieht, ist für die Tiere purer Stress. Schließlich müsste jeder Tierbesitzer selbst wissen, wie unangenehm es sich anfühlt, sich zu erschrecken….

Angeber-Fact: Nicht nur Menschen können unter Angstzuständen leiden. Stehen Katzen ständig unter Stress, können Verhaltensprobleme und sogar organische Erkrankungen die Folge sein.