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#Viele, aber immer weniger neue Artikel

Insgesamt zählt Wikipedia 35 Millionen Artikel – 1,9 Millionen davon allein auf der deutschsprachigen Seite des Online-Nachschlagewerks. Zahlen, die auf den ersten Blick für einen Mega-Erfolg zu sprechen scheinen, doch Wikipedia hat seine goldenen Zeiten längst hinter sich. Seit 2007 sinkt die Anzahl neu verfasster Artikel jährlich. Immer weniger Autoren haben Lust, ihr Wissen zu teilen. Womit hängt das aber zusammen?

#Strenges Regelwerk und gereizte Diskussionen

Im Rahmen einer Studie haben Wissenschaftler der US-Universitäten von Berkeley und Minnesota vor allem zwei Gründe für das schwindende Interesse am Verfassen neuer Wikipedia-Artikel ausfindig machen können. Zum einen würden Texte sehr schnell gelöscht werden, sobald sie gegen das strenge Regelwerk verstoßen. Zum anderen klagen viele Redakteure über eine unangemessene Diskussionskultur, die neue Autoren abschrecke.

#Kritik an Administratoren

Für die Einhaltung von Regeln sind die sogenannten Administratoren verantwortlich. Denen wird von anderen Wiki-Usern oft vorgeworfen, selbstherrlich und willkürlich über gute und schlechte Texte zu urteilen. Bei der Bewertung und der Vergabe von Qualitätssiegeln von Artikeln entstünde häufig ein Streit in der Wiki-Community. Die Folge: 85 Prozent aller Autoren steigen nach weniger als einem Jahr bei Wikipedia aus.

Angeber-Fact: Wikipedia ist derzeit nicht nur das meistbesuchte Online-Lexikon, das Unternehmen belegt auch den siebten Platz in der Liste der meistbesuchten Webseiten der Welt. Vom Untergang ist Wikipedia also derzeit noch ein ganzes Stück entfernt.