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#Gesetzlicher Tierschutz? Fehlanzeige

Das Leben als Mastschwein ist kurz und beschwerlich. In Kanada genießen die Tiere augenscheinlich sehr wenig Schutz. So dürfen sie bis zu 36 Stunden ohne Nahrung und Wasser transportiert werden. Besonders an heißen Sommertagen entpuppt sich diese Regelung als Tierquälerei.

#Tatort Transporter

Viele Tierschützer wissen um die prekären Bedingungen in den Transportern, weshalb sie sich in Kanada an heißen Sommertagen an Straßen versammeln, um das Leid des Mastviehs zu lindern. Auch Anita Krajnc hatte mit in der Hitze zusammengepferchten Schweinen Mitleid. Über die Luftlöcher des Transporters versorgte sie die durstenden Tiere mit etwas Wasser.

#Tierschützer werden zu Kriminellen

Man könnte meinen, dass diese Geste der Menschlichkeit niemandem wehtut. Doch den Speditionsunternehmen, die die Schweine transportieren, ist das Engagement der Tierschützer ein Dorn im Auge. Die Aktivisten hätten sowohl die Schweine als auch den Straßenverkehr gefährdet. Ein Unternehmen erstattete nun Anzeige gegen Anita Krajnc. Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, droht der 48-Jährigen jetzt eine schwere Gefängnisstrafe. Bis zu zehn Jahre könnte sie für ihre Hilfsaktion hinter Gittern kommen.

#Kann Menschlichkeit ein Verbrechen sein?

Weltweit regt sich jedoch Protest gegen das Vorgehen der kanadischen Behörden. Ob Anita Krajnc mit der Wasserflasche in der Hand tatsächlich eine Straftat begangen hat, muss nun ein Gericht entscheiden. Tierschützer aller Nationen werden den Prozess gegen ihre Mitstreiterin kritisch verfolgen.

Angeber-Fact: Auch in Deutschland gewährleistet das Tierschutzgesetz Mastschweinen kein leidfreies Leben. So dürfen Ferkel noch bis 2017 ohne Betäubung kastriert werden – eine für die Tiere sehr schmerzhafte Prozedur.