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#Urin und Kot im Schwimmbecken

An einem heißen Sommertag ist das Freibad gut besucht – viele Menschen springen ins kühle Nass, ohne sich vorher geduscht zu haben. Selbst wenn die Badegäste nicht ins Wasser pinkeln, bringt jeder etwas Harnstoff und Kotreste mit ins Becken. Die Folge? Pro Liter finden sich zwischen 0,7 und 1,6 Milligramm Harnstoff im Chlorwasser.

#Wasseraustausch? Verschwindend gering.

Badeanstalten ersetzen pro Gast 30 Liter Wasser am Tag. Das klingt viel. Auf die Gesamtmasse gesehen ist es jedoch relativ wenig. Ein Schwimmbecken fasst im Schnitt zwei Millionen Liter Wasser. Heißt: Nur gut ein Prozent des Beckenwassers wird am Tag ausgetauscht wird – der Rest ist die gleiche trübe Suppe wie am Vortag.

#Chemie-Keule

Damit das Badevergnügen einigermaßen hygienisch bleibt, fügen die Schwimmbäder dem Wasser Chlor bei. An wenig besuchten Tagen beläuft sich die Menge auf 0,3 bis 0,6 Milligramm pro Liter, in der Hochsaison bis zu 1,2 Milligramm pro Liter – eine ganz schöne Chemie-Bombe. Immerhin tötet das Chlor die meisten Bakterien und Viren ab, die durch Haarschuppen, Urin, Hautpartikel, Schweiß, Speichel und Co. ins Wasser gelangen.

#Niemals schlucken!

In den meisten Fällen hinterlassen diese Keime keine Spuren. Was ihr aber dennoch tunlichst vermeiden solltet, ist das Wasser zu schlucken. Hier tummeln sich viele Darm-Bakterien und andere Krankheitserreger – und die können Übelkeit, Erbrechen und Hautausschlag  verursachen. Dann heißt es: Pool und Schwimmbad meiden! Denn wenn das Immunsystem erst mal angeschlagen ist, kann es zu weiteren Infektionskrankheiten kommen.

Angeber-Fact: Wusstet ihr, dass Chlor gar nicht riecht? Erst in der Reaktion mit Bakterien und Urin kommt es zu dem typischen Schwimmbad-Geruch. DER Beweis, dass es doch viele Menschen immer wieder tun.