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Green Design für Wohnung oder Balkon: Tipps und Trends

Grün ist in und das nicht nur outdoor. Doch wohin mit Pflanzen, wenn die Wohnung sehr klein ist? Green-Design-Trends machen es möglich – nicht nur eine coole Innenraumgestaltung, sondern auch viel Grün auf dem Balkon. Lesen Sie selbst!

05.05.2011 19:10 | 9:48 Min | © ProSieben nutzt Material von Reuters und APTN

Green Design – was ist das?

Hinter dem Begriff Green Design steckt genau genommen die Vorstellung eines umweltfreundlichen Lebens- und Einrichtungsstils – ganz im Sinne von Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. Das betrifft die Auswahl von Möbeln aus kontrolliert ökologischem Anbau ebenso wie die Konzentration auf ein frisches und zeitloses Design. Möbel bestehen bei diesem Konzept aus natürlichen Materialien – und zwar aus unbehandeltem Holz, das meist direkt von Gerüstbaufirmen bezogen wird. Charakteristisch: Stempel, Verfärbungen und Löcher von Nägel-Einschlägen, die jeden Tisch, jedes Regal und jede Bank zu einem Einzelstück machen.

Übrigens auch typisch Green Design: recycelter Möbelmüll, sprich weggeworfene Möbel, die auf enthaltene Giftstoffe geprüft, auseinandergenommen und zu neuen Designs wieder zusammengesetzt werden. So bekommen Stuhl, Tisch und Co. ein zweites Leben und sind in jedem Falle unique, denn sie sehen extravagant aus und erzählen eine Geschichte. Auch DIY und umfunktioniert, wenngleich nicht aus alter Ausstattung gemacht, sind Möbel aus Europaletten. Mehr dazu erfahren Sie im SAT.1 Ratgeber.

In der Stadt wie auf dem Land leben

Green Design bedeutet aber auch: auf kleinem Raum leben wie auf dem Land, sprich mit viel Grün drumherum – am besten in der Wohnung und auf dem Balkon: Erdbeeren und Kräuter selber anbauen, und das mitten in der Stadt.

Was unlängst als neuer Sommertrend gehypt wurde, ist der Beginn einer ganz großen Vision: vertikale Landwirtschaft, sprich lebende grüne Wände. Die Idee stammt von Patrick Blanc. Der Traum von platzsparendem Grün in den eigenen vier Wänden hat seine Berechtigung, denn schon jetzt lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten – mit wenig Platz und ohne eigenen Garten. Statt den Boden der Wohnung mit Topfpflanzen zu pflastern, sind platzsparende Methoden gefragt. Green Design macht’s möglich.

Green Design: Platzsparende Wanddeko für die Wohnung

Für alle, die zu wenig Platz haben, sich einen Garten in die eigenen vier Wände zu holen, gibt es Blumen für die Wand, sogenannte Flowerboxen. Diese lassen sich wie Bilder aufhängen. Das Erstaunliche: Das Grün scheint nicht von unten nach oben, sondern vertikal zu wachsen – und das ist eigentlich ein Wunder, denn normalerweise wachsen Pflanzen immer in Richtung Licht. Was steckt also hinter dem Phänomen? Ein kleiner Trick. Natürlich wächst auch die schmucke Wandpflanze nach oben. Der Clou: Der Rahmen, der als Blumenkasten fungiert, hat zwei Aufhängungen. Wächst die Pflanze zu stark Richtung Decke, einfach alles um 180 Grad drehen und wieder aufhängen – so orientiert sich das Grün wieder Richtung Mitte, praktisch!

Weitere Fragen und Antworten zur Flowerbox

Doch die Flowerbox wirft noch mehr Fragen auf: Jede echte Pflanze braucht Erde und Wasser zum Leben – beides würde bei vertikaler Ausrichtung aber der Schwerkraft zum Opfer fallen. Wie wird das Grün also am Leben gehalten? Short and simple: Damit beides nicht herausfällt, kommt ein spezielles Moos aus Südamerika zum Einsatz. Dessen besondere Eigenschaft: Es kann das bis zu Zwanzigfache seines Volumens an Wasser aufnehmen, ohne dass etwas herausläuft. Das Moos fungiert somit als großer Schwamm, der das Wasser speichert und nach und nach an die Pflanzen abgibt. Das Gute: So muss diese nur alle paar Wochen gegossen werden. Dafür die Box einfach von der Wand nehmen, gießen und kurz warten, bis das Wasser eingesickert ist. Toll, oder? Übrigens: Lebende grüne Wanddeko sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt auch für ein gesundes Raumklima.

Gartentrends und Tipps für den Balkon: Platzsparender Mini-Garten

Gartenarbeit hilft beim Stressabbau und bringt Körper und Seele ins Gleichgewicht. Pech für alle, die in einer Mietwohnung leben. Oder? Die Lösung für Menschen, die vom eigenen Obst- und Gemüseanbau träumen, aber nur einen kleinen Balkon haben: Minigarden, ein Pflanzsystem, das sich an der Balkonfassade bequem übereinander anbringen lässt. So können Sie auch den kleinen Balkon mit wenig Aufwand und platzsparend komplett begrünen.

Perfekt für den Eigenanbau geeignet sind Kräuter auf dem Balkon, zum Beispiel Minze, Basilikum und Rosmarin. Aber auch Paprika, Tomaten, Erdbeeren, Gurken und Salat gedeihen hier bestens. Das Mini-Garten-System ist so gebaut, dass es durch die Abdeckungen ähnlich wie ein Gewächshaus funktioniert. Tipp: Beim Bepflanzen unbedingt drauf achten, dass Gewächse mit ähnlichen Bedürfnissen in einer Reihe stehen. Mehr Green Design auf so kleinem Raum geht nicht!

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