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Benjeshecke: Was ist das überhaupt?

Die Benjeshecke basiert auf der Idee eines niedersächsischen Heckenbauers, der sich dafür einsetzte, das gesellschaftliche Bewusstsein für Naturschutz zu schärfen. Das Ziel: Tote Äste werden so lange übereinander gelagert, bis durch den natürlichen Verrottungsprozess ein homogener Sichtschutz für den Garten entsteht. Diese Feldhecke findet vor allem in der Landschaftsgestaltung Platz und dient als Futterquelle für Tiere und Insekten.

Benjeshecke bauen: So geht’s

Möchten Sie eine Benjeshecke anlegen, brauchen Sie keine komplizierte Bauanleitung. Sammeln Sie alle natürlichen Materialien, die im Laufe einer Gartensaison anfallen, an einem Ort, an dem die Hecke später ihren Platz finden soll. Kommt nicht genügend Schnittholz zusammen, fragen Sie bei der nächstgelegenen Straßenmeisterei oder bei Waldauslichtungen nach – im Regelfall wird Ihnen hier gern kostenloses Material zur Verfügung gestellt.

Setzen Sie nun parallel zueinander zwei Reihen aus Holzpfählen senkrecht in den Boden. Oftmals genügt es, wenn Sie sie in einem Abstand von ein bis zwei Metern in den Boden bringen, sofern Sie längere Äste zur Verfügung haben. Füllen Sie nun den Zwischenraum mit Ihrem Gestrüpp. Dünneres Geäst findet auf dickerem sicheren Halt. Nach einer gewissen Zeit wird das Totholz wieder zum Leben erweckt und sorgt dafür, dass sich die einzelnen Teile zersetzen und später ein Ganzes bilden. Dafür brauchen Sie jedoch etwas Geduld: Bis Sie ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt haben, vergehen gut und gerne vier Jahre.

Lebensraum für viele verschiedene Tiere

Der Vorteil der Benjeshecke ist nicht nur der Wind- und Sichtschutz: Sie bietet auch zahlreichen Tieren einen Lebensraum und dient damit als natürliches Insektenhotel . Für viele verschiedene Vogelarten bietet sie außerdem einen sicheren Brutplatz.

Noch nicht das Richtige gefunden? Der SAT.1 Ratgeber informiert Sie über die verschiedenen Heckenarten .

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