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Wohnen & Garten

Garten gestalten: Ideen und was es zu beachten gilt

06.05.2013 • 10:00

Neu eingezogen oder einfach Lust auf ein komplettes Makeover für den Garten? Gestalten Sie den Außenbereich ganz nach Ihren Wünschen. Noch keine Idee? Ein paar Anregungen gibt’s hier. Beachten Sie jedoch: Nicht alles ist erlaubt, wenn Sie zur Miete wohnen.

Garten gestalten: Vom Großen ins Kleine planen

Bevor der erste Baum steht, schon über die Farbe der Blumentöpfe nachdenken? Besser nicht, denn für Details ist später noch Zeit. Erst einmal sollte der Rahmen stehen. Besteht der Garten nur aus Wiese, gilt: Gliedern Sie ihn mit Bäumen und großen Sträuchern zunächst vor, bevor Sie in die Detailplanung einsteigen. Kleinere Sträucher und Stauden werden als letztes gepflanzt.

Eine schöne Idee: Stimmen Sie das Erscheinungsbild von Haus und Garten aufeinander ab, indem Sie Materialien am Haus in Form von Wegen oder Terrassen-Elementen aufgreifen. Oder pflanzen Sie Wein, Stauden oder Efeu so in den Garten, dass die Pflanzen bis ans Haus – oder sogar daran hoch – ranken. So schaffen Sie einen schönen Übergang zwischen Haus und Garten.

Kleine Verstecke im Garten

Einen Garten gestalten – dafür bedarf es mehr, als ein paar Blumen und Sträucher zu pflanzen. Machen Sie sich zum Beispiel auch Gedanken um ein Gartenhäuschen, eine kleine Sitzecke oder einen Weg, der durch den Garten führt. Tipp: Besonders schön ist es, wenn im Garten nicht alles auf einmal zu sehen ist, sprich Bäume, Beete, Bänke und Co. Besonders große Gärten sehen gemütlicher und geheimnisvoller aus, wenn ein kleiner Pavillon oder eine Bank etwas versteckt hinter einer Hecke oder einem Beet mit hohen Stauden liegt. So gibt es beim Gang durch den Garten auch etwas zu entdecken und Sie haben Ihre Ruhe, wenn Sie mal, ohne ständig abgelenkt zu werden, ein Buch lesen möchten.

Nicht nur in die Breite, sondern auch nach oben planen

Welche Frühlingsblumen Sie anpflanzen, welche Hecke infrage kommt und ob Sie lieber ein Gemüsebeet anlegen oder ein Obstspalier bevorzugen, entscheiden Sie. Beachten Sie aber, wenn Sie Ihren Garten gestalten, auch die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Höhen zu spielen. Ob mit verschieden hohen Sträuchern und Blumen im Beet oder – bei Hanggrundstück – mit Natursteinmauer und Stauden: Hier gibt es viele verschiedene Varianten, bei der Sie immer noch genügend Spielraum für eigene Formen, Farben und Arten haben.

Deko für Garten und Balkon: Erlaubt ist, was gefällt?

Geschmäcker sind verschieden – das gilt nicht nur für die Innenraumausstattung, sondern auch für den Garten. Gestalten, was das Zeug hält, oder erst mal nachfragen? Tipp: Es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob wirklich alles an Schmuck und Umbaumaßnahmen erlaubt ist, bevor Sie Hand anlegen. Hat der Vermieter zum Beispiel ein Wörtchen mitzureden oder ist die Gartengestaltung allein Ihr Bier? Fakt ist: Grundsätzlich können Sie Ihren Garten gestalten, wie Sie möchten, und müssen keine Rücksicht auf den Geschmack des Vermieters nehmen – solange Sie keine Vorschriften verletzen und wertvollen Gehölze fällen.

Doch keine Regel bekanntlich ohne Ausnahme: Verwahrlosen oder verwildern lassen dürfen Sie den Garten nicht, wenn dieser nicht Ihr Eigentum ist. Dann kann der Vermieter Ihnen eine Frist setzen. Bringen Sie in dieser Zeit den Garten nicht auf Vordermann, ist es dem Vermieter erlaubt, eine Fachfirma mit der Gartenpflege zu beauftragen – und das auf Ihre Kosten. Das kann ganz schön teuer werden.

Bei der Balkongestaltung sieht die Sache schon etwas anders aus. Grundsätzlich können Mieter auch diesen dekorieren, wie sie wollen. Grenzen des guten Geschmacks sind jedoch dort zu ziehen, wo berechtigte Interessen des Vermieters beeinträchtigt werden. Dazu zählt zum Beispiel das Interesse an einem einheitlichen Erscheinungsbild des gesamten Hauses.