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Was ist eine Laubsäge und wofür ist sie gedacht?

Bestimmt haben Sie eine Laubsäge schon einmal gesehen. Das ist ein Werkzeug mit Holzgriff und U-förmigem Bügel, an dessen Enden Schraubklemmen befestigt sind. Zwischen diesen können Sie das Laubsägeblatt einspannen. Das ist ganz einfach: Erst das Blatt zwischen den Klemmen befestigen, dann den U-Bogen etwas zusammendrücken und dann das Sägeblatt fest spannen.

Die Laubsäge eignet sich vor allem für Laubsägearbeiten, sprich fürs Zurechtsägen dünner Sperrholzplatten. So entstehen hübsche Muster im Holz, mit denen Sie Ihre vier Wände österlich oder weihnachtlich dekorieren können.

Gut zu wissen

Mit einer Laubsäge können Sie nicht nur geradeaus, sondern auch um die Ecke sägen. Bis zu einer Materialstärke von sechs Millimetern ist das kein Problem. Spezielle Laubsägeblätter ermöglichen sogar das Sägen dünner Kunststoffplatten und Bleche. Übrigens: Die Laubsäge wurde in Italien erfunden und bekam ihren Namen, weil sie ursprünglich zum „Verzieren“ von Holzgegenständen, sogenannten Intarsien, gedacht war, die oft Blätterform hatten.

Herkömmliche vs. elektrische Laubsäge

Mit einer herkömmlichen Säge sind Laubsägearbeiten echte Handarbeit. Es gibt aber auch eine elektrische Variante, die sogenannte Dekupiersäge. Ihr Vorteil: Sie müssen nicht selbst darauf achten, dass der Schnittwinkel eingehalten wird. Kosten: um die 100 Euro. Eine normale Säge gibt es bereits für ein Zehntel des Preises. Sie können sich aber auch ein ganzes Set bestellen. Dann bekommen Sie ein Brett als Unterlage, eine Zwinge, Laubsägeblätter und weiteres Zubehör gleich mit dazu – und das alles brauchen Sie fürs Sägen später ohnehin. Ab 13 Euro gibt’s das Set bereits.

Grundlegende Tipps für Laubsägearbeiten

Wer noch nie mit einer Laubsäge hantiert hat, sollte mit einem einfachen Motiv beginnen. Das können Sie entweder frei Hand auf das Holz malen. Oder aber Sie verwenden bereits fertige Laubsägevorlagen. Diese finden Sie in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Themen online. Oft sind sie hier kostenlos verfügbar und zum Ausdrucken – vor allem für Anfänger eine gute Möglichkeit, erst einmal zu üben. Tipp: Entscheiden Sie sich am besten für Formen, die möglichst rund und nicht allzu groß sind sowie einfache Innenschnitte haben.

Vorlage aufs Holz übertragen und aussägen

Sie haben sich für ein Motiv entschieden? Dann ausdrucken, auf die Holzplatte kleben und einfach durch die Vorlage durchsägen. Tipp: Bohren Sie, bevor Sie mit Laubsägearbeiten beginnen, in alle Aussparungen des Motivs mit einem Drillbohrer Löcher vor. Warum das nötig ist, erfahren Sie gleich. Halten Sie den Griff der Säge beim Sägen nach unten, damit sich diese nicht verkantet, und führen Sie das Holz in die jeweilige Richtung, um das Motiv auszusägen. Mit der rechten Hand halten Sie die Säge und bewegen diese auf und ab.

Die Königsdisziplin sind die innenliegenden Motivaussparungen. Dafür müssen Sie das Sägeblatt einseitig ausspannen und dann durch das gebohrte Loch fädeln. Anschließend das Blatt wieder fest einspannen und die Aussparung aussägen. So machen Sie es auch mit den übrigen Innenschnitten. Anschließend können Sie diese mit etwas Schleifpapier noch nachbearbeiten.

Wer gern sägt, kann sich zum Beispiel auch Balkonmöbel selber bauen . Der SAT.1 Ratgeber verrät, wie’s geht. Sie möchten lieber mit Ihren Kindern basteln ? Dann lassen Sie die Laubsäge lieber weg. Ideen und Tipps für die DIY-Session mit den Kids gibt’s hier.

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