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Rasen anlegen, aber wofür?

Rasen ist nicht gleich Rasen. Während eine kleine Familie womöglich eine grüne Liege- oder Spielfläche präferiert, auf der das selbst gemachte Fußballtor oder das Gartentrampolin Platz findet, ist für andere ein Zierrasen das Nonplusultra im Garten. Je nach beabsichtigter Nutzung benötigen Sie unterschiedliche Rasensamen. Welche in Anbetracht der Bodenbeschaffenheit und Ihrer persönlichen Wünsche die geeigneten sind, weiß das Personal im Gartenfachmarkt. Lassen Sie sich dort beraten, bevor Sie blindlings zu einer bestimmten Rasenmischung greifen.

Kosten für Rasensamen

Grundsätzlich müssen Sie für eine Fläche von 100 Quadratmetern mit etwa 30 bis 40 Euro Kosten für die Rasensamen rechnen. Gute Rasenmischungen wachsen oftmals langsamer als billige. Nach etwa acht Wochen ist die grüne Wiese voll nutzbar. Eine Alternative zur Rasenaussaat: Rollrasen.

Wann den Rasen anlegen?

Möchten Sie einen Rasen anlegen, ist der beste Zeitpunkt dafür zwischen April und Juni. Dann ist der Boden schon etwas erwärmt, die Außentemperatur aber nicht zu hoch und die Sonneneinstrahlung nicht so stark. Die besten Startbedingungen für die Aussaat: ein trockener Tag.

Erst Boden vorbereiten, dann Rasen säen

Die Rasenmischung ist besorgt, die Wetterbedingungen sind ideal und Sie haben frei? Na dann los! Erster Schritt, wenn Sie einen Rasen anlegen möchten: Bereiten Sie den Boden vor. Ein lockerer, planierter Boden, frei von Unkraut und Steinen ist das A und O für einen hochwertigen Rasen. Sind die unteren Bodenschichten aufgebrochen, kann das Wasser leichter versickern. Je nach Bodenbeschaffenheit, können Sie bei dieser Gelegenheit Dünger oder Bodenverbesserer einarbeiten.

Gröbere Unebenheiten sollten Sie mit dem Rechen entfernen. Danach ist erst einmal Ruhezeit angesagt. Erst nach zwei bis drei Wochen sollten Sie wieder aktiv werden. In der Zwischenzeit hat sich die Erde nochmals verdichtet – spätere Absackungen der Erdoberfläche? Fehlanzeige. Die Ruhephase bringt einen weiteren Vorteil: Im Boden ruhende Unkrautsamen, die in der Zeit nochmal wachsen, können Sie zwei bis drei Tage vor der Rasenaussaat entfernen. Die Bodenvorbereitungen sind nun so gut wie abgeschlossen. Planieren Sie den Boden mit Trittbrettern oder einer Gartenwalze, um eine Überlockerung der Erde zu verhindern.

Rasen anlegen: Die Aussaat

Jetzt können Sie den Rasen säen. Vorher nochmal kurz die Grassamen mit der Hand durchmischen, um diese gleichmäßig zu verteilen. Für einen dichten, strapazierfähigen Rasen streuen Sie 20 bis 25 Gramm Samen pro Quadratmeter gleichmäßig aus. Das können Sie entweder mit der Hand oder mithilfe eines Streuwagens erledigen. Die Arbeit mit dem Streuwagen erzielt jedoch gleichmäßigere Resultate.

Nun kommen die Trittbretter beziehungsweise die Gartenwalze nochmal zum Einsatz. Drücken Sie die Grassamen mit dem jeweiligen Werkzeug an. Durch die intensive Verbindung mit der Erde werden die Samen feucht gehalten, die Keimung beschleunigt und gefräßigen Vögeln keine Gelegenheit für Samenklau geboten. Außerdem können die Keime nicht so schnell vom Wind verweht werden.

Von Anfang an den Rasen richtig gießen

Rasenpflege  ist von Beginn an wichtig, denn nur dann haben Sie lange etwas von dem saftigen Grün. In den ersten drei bis vier Wochen sollten Sie den neu angelegten Rasen gleichmäßig feucht halten. Dafür sorgen Sie, wenn Sie den Wasserstrahl nach oben halten und die Feuchte gleichmäßig herunterregnet. So verhindern Sie auch, dass der Samen wegschwemmt. Der Rasen ist schön dicht und satt grün? Prima, ab jetzt genügt es, wenn Sie ihn bei normaler Sommerwitterung mit etwa 10 bis 15 Litern Wasser pro Quadratmeter gießen.

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