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Erster Schritt zur Senkung des Stromverbrauchs im Haushalt ist eine Bestandaufnahme. Welche elektrischen Geräte im Haus – von der Waschmaschine über den Fernseher bis zum Computer – benötigen pro Jahr welche Energie? Mit einem intelligenten Stromzähler kann der Verbrauch einzelner Quellen schnell exakt ermittelt werden. Alternativ setzt man ein Strommessgerät ein, das bei vielen örtlichen Versorgern ausgeliehen werden kann. Im zweiten Schritt geht es darum, den Energieverbrauch der größten Stromfresser zu reduzieren, was oft mit wenig Aufwand zu erheblichen Einsparungen führen kann.  

Typische Haushaltsgeräte mit erhöhtem Stromverbrauch

Auch ohne genaue Messung steht fest, dass zu den größten Energiefressern klassische Haushaltsgeräte (Backofen, Kühlschrank, Kühltruhe, Klimaanlage etc.), Lampen und die Geräte der modernen Unterhaltungselektronik (Fernseher, Computer etc.) gehören. Je älter ein Gerät, desto höher ist in der Regel auch sein Energiebedarf. Deshalb kann man den Verbrauch im Haushalt durch die Neuanschaffung von Haushaltsgeräten & Co. mit höherer Energieeffizienz spürbar senken. Die Anschaffungskosten amortisieren sich durch die eingesparten Verbrauchskosten meist in wenigen Jahren.

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Aber auch ohne die Neuanschaffung elektrischer Geräte gibt es ein beachtliches Sparpotenzial. Der Drei-Personen-Musterhaushalt kann laut Verbraucherzentrale mit einfachen Tricks pro Jahr fast 200 Euro Stromkosten sparen. Das beginnt beim Ausschalten von elektrischen Geräten und Lampen, wenn diese nicht benötigt werden. Der Stand-by-Betrieb verursacht bis zu zehn Prozent der jährlichen Stromkosten. Beim Kochen empfiehlt es sich, den Deckel zu schließen und den Ofen früher auszuschalten, um die Restwärme zum Garen zu nutzen. Einfach, aber effektiv ist es auch, sich im Winter drinnen wärmer anzuziehen, um die elektrische Umwälzpumpe der Heizung runterschalten zu können. 

Kühlgeräte sollten, wenn möglich nicht neben einem Herd, einer Spülmaschine, einem Heizkörper oder an einem Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung stehen, wo sie deutlich mehr Energie verbrauchen. Beim Stromsparen hilft auch das regelmäßige Abtauen. Die Waschmaschine sollte gut gefüllt werden und mit möglichst niedriger Temperatur laufen. Wer dann noch auf den Wäschetrockner verzichtet und wieder auf die Leine oder den Wäscheständer setzt spart rund 300 Kilowattstunden pro Jahr. Auch der Einsatz von Energiesparlampen im Haus führt zu einem spürbaren Verbrauchsrückgang, macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn eine Lampe mehr als 30 Minuten pro Tag benutzt wird.  

Stromkosten durch Anbieterwechsel deutlich senken

Neben der Senkung des Stromverbrauchs durch die oben beschriebenen Spaßmaßnahmen können die jährlichen Stromkosten durch den Wechsel zu einem günstigeren Versorger erheblich reduziert werden. Je nach Ausgangstarif, Haushaltsgröße, Miet- bzw. Eigentumssituation und Region lassen sich durch einen problemlos durchführbaren Wechsel schnell mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen, die man zum Beispiel für die Anschaffung neuer, energieeffizienter Geräte einsetzen kann.  

In Deutschland gibt es in jeder Kommune einen Stromanbieter, der dazu verpflichtet ist, alle Haushalte seines Einzugsgebietes mit Strom zu versorgen. In die Grundversorgung durch diesen Versorger wird man zum Beispiel bei einem Umzug automatisch eingebucht. Die Tarife für diese Grundversorgung liegen in der Regel deutlich über dem Durchschnitt, so dass sich hier ein Anbieterwechsel besonders lohnt. Der Wechsel rentiert sich aber auch für viele andere Haushalte und ist ebenso leicht wie risikolos zu vollziehen. Denn die Grundversorgung mit Strom ist in Deutschland garantiert, auch wenn ein Wechsel nicht zustande kommt oder ein Anbieter nicht mehr liefern kann.

Seit 2012 können Verbraucher den Vertrag mit dem Grundversorger mit zwei Wochen Frist kündigen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Kunden anderer Stromversorger müssen sich an die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist halten, haben aber nach einer Preiserhöhung durch den Anbieter ein Sonderkündigungsrecht. In der Regel hat man an seinem Wohnort die Wahl zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher Stromversorger, die den Wechsel zudem oft mit einem Neukundenbonus zusätzlich versüßen und eine Vielzahl maßgeschneiderter Tarife mit unterschiedlichem Energie-Mix im Repertoire haben.

Die besten Stromanbieter der Region vergleichen

Um den für die eigenen Bedürfnisse und Verhältnisse besten Stromversorger zu ermitteln, nutzt man bequem eins der zahlreichen, unabhängigen Vergleichsportale im Internet, die bis zu 1.000 Stromanbieter mit über 12.000 verschiedenen Tarifen berücksichtigen. Man kann beim Strom-Vergleich wie es unter anderem bei bestesstromvergleich.de möglich ist, Prioritäten setzen (zum Beispiel Verzicht auf Strom aus bestimmten Quellen oder Ausschluss von Anbietern, die Stromkontingente gegen Vorkasse anbieten) und erhält eine Auswahlliste, die in der Regel nach der jährlichen Ersparnis gegenüber dem aktuellen Stromversorger sortiert ist.

Der Anbietervergleich ist für den Verbraucher ebenso kostenlos wie der mögliche Wechsel zu einem anderen Stromversorger. Auch die Kündigung des alten Versorgers wird in der Regel vom neuen Anbieter übernommen. Man benötigt für den Vergleich lediglich eine möglichst aktuelle Abrechnung mit dem aktuellen Jahres-Stromverbrauch. Um dem Verbraucher die Auswahl des optimalen Tarifs zu erleichtern, wird nicht nur Verbrauchspreis (pro Kilowattstunde) berücksichtigt, sondern auch der monatliche Grundpreis und einmalige Boni für Neukunden. Unterm dem Strich erhält man schwarz auf weiß die jährliche Ersparnis bei einem Wechsel zu einem bestimmten Anbieter.

Neukundenbonus beim Anbieterwechsel mitnehmen

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In den meisten Fällen gilt der Neukundenbonus nur für das erste Jahr. Anschließend steigen die Stromkosten entsprechend an, so dass sich rechtzeitig vor Ablauf der vertraglichen Kündigungsfrist ein erneuter Vergleich in einem der führenden Portale empfiehlt. In vielen Fällen können die Stromkosten durch den erneuten Wechsel wiederum gesenkt werden. 

Laut Verbraucherzentrale sollte bei einem Wechsel des Stromanbieters neben der jährlichen Ersparnis auch darauf geachtet werden, dass die Zahlung möglichst monatlich erfolgt, dass der Anbieter eine Preisgarantie von mindestens zwölf Monaten abgibt und dass der Bonus für Neukunden ein fixer Betrag ist.

Die Kündigungsfrist sollte maximal sechs Wochen betragen. Und die Anschlusslaufzeit nach der ersten Vertragslaufzeit sollte vier Wochen nicht übersteigen. Entscheidet man sich für einen bestimmten Energiemix (zum Beispiel Ökostrom aus regenerativer Energie), sollte dieser durch entsprechende Gütesiegel zertifiziert sein.

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