Französischer Balkon Befestigung - Bildquelle: Pixabay.com© Pixabay.com

Vorschriften: Absturzsicherung

Sie haben gerade Ihr Haus fertig gestellt und wünschen sich auch im Obergeschoss bodentiefe Fenster, wollen aber keinen Balkon an die Außenfassade bauen? Dann ist ein französischer Balkon die perfekte Alternative. Er ist nicht nur ein Hingucker, sondern sogar rechtlich vorgeschrieben. Ab einem Höhenunterschied von einem Meter zum Boden benötigen Sie einen Absturzschutz.

Auch die Höhe des Geländers ist in der jeweils geltenden Landesbauordnung festgeschrieben. Informieren Sie sich bei einem Fachmann über die in Ihrem Bundesland geltenden Richtlinien. Als Faustregel gilt hier, dass bis zu einer Höhe von zwölf Metern zum Boden das Geländer mindestens 90 Zentimeter hoch sein muss. Ist das Fenster noch höher angebracht, benötigen Sie einen Schutz von mindestens 110 Zentimetern.

Gerade wenn Kinder mit im Haus wohnen, sind zusätzliche Maßnahmen notwendig. Die Abstände der Stäbe sollten möglichst eng sein und im besten Falle nicht horizontal verlaufen, denn das lädt Kinder oft ein, sie als Leiter zu benutzen. Viele Bundesländer haben mittlerweile auf die Gefahr reagiert und diese Bauform verboten.

Französischer Balkon: Ausführungen

In puncto Form und Materialien scheint die Auswahl grenzenlos: roher Stahl oder auch verzinkt, Schmiedeeisen, lackiert, aus Edelstahl oder mit einer Füllung aus Glas. Und dabei ist die Entscheidung nicht nur eine Kostenfrage – das Geländer muss auch optisch mit Ihrem Haus harmonieren.

Bei der Gestaltung ist Ihnen freie Hand gelassen, nur die Rahmenbedingungen der Bauvorschriften sollten eingehalten werden. Bewohnen Sie ein modernes Haus, sind gerade Linien zu empfehlen. Besonders schlicht und elegant sind Varianten aus gestärktem Glas. Altbauten schmücken Sie beispielsweise mit aufwändigen Verzierungen.

Der richtige Kauf

Ein französischer Balkon ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Sie finden daher in jedem Baumarkt oder im Online-Shop viele verschiedene Ausführungen. Der Preis variiert je nach Material und Verarbeitung: Für ein schlichtes Metallgitter zahlen Sie mindestens 50 Euro – nach oben sind die Grenzen natürlich offen. Grundsätzlich aber gilt: Am Geländer sollten Sie nicht sparen. Achten Sie außerdem darauf, ob sich die Ausführung Ihrer Wahl für die Fassade und die Breite Ihrer Fenster eignet.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, besucht am besten einen Fachbetrieb. Hier wird Ihnen mit einer individuellen Lösung geholfen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass in den meisten Fällen auch die Montage inklusive ist, sondern dass Sie auch Ihren eigenen Stil finden können. Sollten Sie sich Jahre danach dazu entscheiden, ein weiteres Geländer oder einen Sichtschutz anzubringen, kann der Fachbetrieb ebenfalls weiterhelfen.

Befestigung: So geht‘s

Haben Sie sich für eine einfache Variante aus dem Baumarkt oder Online-Shop entschieden, beachten Sie unbedingt die Montagevorschriften des Herstellers. Die Schrauben, an denen das Geländer befestigt wird, müssen tief im Mauerwerk verankert sein.

Es gibt Varianten, die am Fensterrahmen halten. Dafür brauchen Sie allerdings stabile Fenster, die tief im Mauerwerk verankert sind und spezielle Schrauben – ein französischer Balkon ist schließlich nur dann sinnvoll, wenn er auch ausreichend Sicherheit bietet.

Deko: Viele Grüße aus Paris

Sie möchten Ihren kleinen Austritt verschönern und sich ein wenig Frankreich in die Wohnung zaubern? Ein französischer Balkon eignet sich wunderbar, um Balkonkästen an ihm zu befestigen. Ein Hauch Provence gefällig? Mit Lavendel , Salbei, Thymian und Co. werden Sie nicht nur für einen schönen Raumduft sorgen, sondern auch eine kleine Wohlfühloase am Fenster errichten. Stellen Sie eine Bank von innen an das Fenster, machen Sie sich einen leckeren Café au lait und lassen Sie die Seele baumeln. Sie sehen: Ein französischer Balkon kann weitaus mehr als eine Sicherheitsmaßnahme sein.

Sie sind handwerklich begabt? Wie Sie ein Balkongeländer selber bauen, erfahren Sie im SAT.1 Ratgeber. 

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