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Wohnen & Garten

Gartenmöbel kaufen: Der Material-Check

19.04.2011 • 19:10

Endlich Feierabend – ab auf den Balkon und die Abendsonne genießen. Fragt sich nur: Worauf? Wer Gartenmöbel kaufen möchte, sollte zumindest schon mal wissen, was er braucht. Ob Holz, Plastik oder Alu, ob teuer oder günstig – wenn’s ums Detail geht, hilft Ihnen der SAT.1 Ratgeber.

Grundsätzliche Tipps

Wer Gartenmöbel kaufen möchte, will möglichst lange was von ihnen haben. Wer bei der Auswahl allerdings nicht ganz genau hinschaut, ist schneller wieder auf Möbelsuche, als ihm lieb ist. Einer der häufigsten Fehler: auf Witterungsbedingungen wird nicht geachtet. Im Herbst und Winter können die Temperaturen schon mal weit in den Minusbereich rutschen, im Sommer hingegen sind auch mal 30 Grad drin – Temperaturunterschiede, die nicht alle Gartenmöbel vertragen.

Gartenmöbel kaufen – aber aus welchem Material?

Die gängigsten Materialien für Gartenmöbel sind Holz, Plastik und Aluminium. Holz allerdings kann splittern, Plastik brechen, Alu rosten – Schäden, die sich niemand für seine Möbel wünscht. Doch welches Material ist besonders robust? Und woran erkennen Sie gutes Material? Fest steht: Jedes Material hat Vor- und Nachteile, im Folgenden daher ein paar Tipps, wenn Sie Gartenmöbel kaufen möchten – egal, ob aus Holz, Kunststoff oder Alu.

Gartenmöbel aus Plastik

Sie sehen nicht immer schön aus, sind aber praktisch: Gartenmöbel aus Plastik. Gut zu wissen: Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff, denn es gibt auch billigen Kunststoff, der schnell spröde wird und splittert. Dabei gilt: Je höher der Kreideanteil, desto größer die Brechgefahr des Materials. Experten-Tipp: Achten Sie beim Kauf darauf, dass in den Gartenmöbeln nicht mehr als 30 Prozent Kreide steckt – das können Sie beispielsweise beim Verkäufer erfragen. Und was ist mit Modellen aus geflochtenem Kunststoff? Hier hängt die Haltbarkeit vom Glasfaseranteil im Material ab – je mehr, desto besser. Das steht zwar nicht immer in der Produktbeschreibung, der Verkäufer sollte es allerdings wissen. Am besten ist ein Anteil von 40 Prozent.

Tipps für den Kauf von Holzmöbeln

Wer nicht auf Plastik steht, für den sind vielleicht Gartenmöbel aus Holz das Richtige, denn Holz ist ein natürliches Material und sieht außerdem gut aus. Doch was gilt es beim Kauf von Holzmöbeln zu beachten? Das sind die Bestseller: Harthölzer wie Teakholz, Akazie oder andere Tropenhölzer. Sie eignen sich für Gartenmöbel am besten, weil sie robust sind. Eher nicht geeignet sind hingegen Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer. Achten Sie beim Kauf von Möbeln aus Tropenholz aber unbedingt auf das FSC-Siegel, das besagt, dass das Holz aus kontrolliertem und nachhaltigem Anbau stammt – zum Schutze des Regenwaldes. Und was mit den Holzmöbeln im Winter tun? Ab in den Keller damit, denn sie sind sehr frostempfindlich. Und noch ein Tipp: Damit Gartenbank und Co. ihren schönen Look behalten, brauchen sie regelmäßig Pflege, denn sonst werden sie schnell spröde und bleichen aus. Am besten zweimal im Jahr nachölen – mit speziellem Holzpflegeöl.

Gartenmöbel kaufen: Was für Alu spricht und was dagegen

Wem Holz zu pflegeintensiv ist, kann natürlich auch zu Alu greifen. Aber Achtung: Bei manchen Möbeln ist minderwertiger Stahl verarbeitet – die Folge: Rost. Das Problem: Besteht beispielsweise ein Stuhl aus mindestens 50 Prozent Aluminium, darf er als Alu-Stuhl verkauft werden, ein Trick der Hersteller. Fragen Sie daher unbedingt den Verkäufer nach den Bestandteilen. Bei Alu-Möbeln außerdem wichtig: der Lack. Wetterbeständig sind die Möbel nämlich nur, wenn sie mindestens vier Schichten haben, sprich eine Grundierung, zwei Deckschichten und eine Lackschicht. Hier gilt: Je teurer, desto besser die Beschichtung und desto widerstandsfähiger sind die Möbel. Bis zu 20 Jahre halten Modelle mit achtfacher Beschichtung. Das Problem: Sie kosten mehr als das Fünffache von billigen Modellen. Ein guter Kompromiss sind daher Gartenmöbel mit Vierfach-Beschichtung – sie halten immerhin fünf bis zehn Jahre und punkten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nicht nur das Material zählt natürlich, wenn Sie Gartenmöbel kaufen möchten, sondern auch die Verarbeitung. Was es hier zu beachten gilt und wie das Outdoor-Mobiliar möglichst lange hält, sehen Sie im Video. Wer übrigens lieber Möbel für draußen selber machen möchte, kann dies natürlich auch tun. Wie wäre es zum Beispiel mit Gartenmöbeln aus Paletten?