Eine Koalitionsregierung in Bayern ist für die Mehrheit der Wähler jetzt zwingend erforderlich. Der Aussage „Selbst wenn Bayern von einer Alleinregierung mehr profitieren würde, ist mir die Kontrolle der CSU durch einen Koalitionspartner wichtiger“ pflichten 66% der Wähler bei, nur 29% sehen das anders (5% k.A.). Sogar 36% der CSU-Wähler unterstützen diese Aussage.

Mögliche Verwicklungen durch solche Veränderungen befürchten die Bayern nicht. Die These „Die Politik und die politischen Verhältnisse werden weniger klar und unübersichtlicher werden, wenn es in Bayern zu einer Koalition aus zwei oder gar drei Parteien kommt“ unterstützen nur 39%, 52% sehen das nicht so (9% k.A.).

Eine Koalition CSU-Grüne gilt den Bayern allerdings als besonders instabil. Die These „Eine Koalition aus CSU und Grünen in Bayern würde nicht lange halten, da es zu viele Unterschiede und Trennendes gibt“ findet 63% Befürworter (35% lehnen die These ab, 2% k.A.). Nur von den Grünen-Wählern glauben 85%, dass diese Koalition lange halten könnte. Von den CSU-Wählern glauben das nur 34%.

Zugleich ist die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Politiker groß. Dramatisch ist dies bei Horst Seehofer: Mit seiner Arbeit sind jetzt 69% unzufrieden, sogar 56% der CSU-Wähler. Mit der Arbeit der Staatsregierung sind 49% unzufrieden, mit der Bundesregierung 64%, mit Kanzlerin Merkel 57%.

Ministerpräsident Markus Söder hat zugleich immerhin knapp die Mehrheit der Bayern hinter sich. Auf die Frage: „Ist Markus Söder nach allem, was Sie bisher mitbekommen haben, ein guter Ministerpräsident oder ist er das nicht?“ antworteten 49% mit ja, er sei ein guter Ministerpräsident, 46% finden das nicht (5% k.A.). Auch 53% der Anhänger der Freien Wähler, 48% der AfD-Wähler und 42% der SPD-Wähler finden ihn einen guten Ministerpräsidenten.

Wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl, würden sich die Wähler wie folgt entscheiden: CSU 35%, Grüne 16%, SPD 13%, AfD 12%, Freie Wähler 10%, FDP 5%, Linke 4% und 5% Sonstige. Allerdings sind sich weiter 51% der Befragten ihrer Wahlentscheidung und Wahlteilnahme nicht sicher.

Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 BAYERN“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1004 Befragten im Befragungszeitraum 20. bis 26. September 2018.

Den gesamten Fragebogen finden Sie hier.

München, den 27. September 2018

Jürgen Hofmann

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