Diese Studie sorgt für mächtig Wirbel. Laut des Britischen Marktforschungsunternehmens „OnePoll.com“ besitzen rund 50 Prozent der Frauen einen Back-Up-Freund, der herhalten muss, wenn mit der Beziehung Schluss ist. Was auf dem iPhone funktioniert, wird nun auch bei kriselnden Beziehungen angewendet: Back-Ups, das können zum Beispiel sein: Ein Ex-Freund, ein guter Freund, ein Verehrer, oder jemand, mit dem man ohnehin schon angebändelt hat, aufgrund der Beziehung aber nie mehr draus wurde.

Noch seltsamer: Viele Männer wissen von der "Beziehungsversicherung" ihrer Frauen, da diese daraus keinen Hehl machen.

"Wir können nicht zusammen sein...noch nicht"
Aber was steckt nun dahinter? Kann das Phänomen Back-Up-Freund den frisch betitelten Ex-Freund tatsächlich vollwertig ersetzen oder dient er nur als Lückenbüßer?

Viele der befragten Frauen gaben an, dass sie sich noch nicht sicher seien, ob sie ihr Back-Up im Falle der Trennung denn auch wirklich in Anspruch nehmen würden. Glück für die Männer, ganz so austauschbar wie es scheint, sind sie also doch nicht.

Dass andere Frauen noch nicht Gebrauch von ihrem Back-Up machen, könnte vor allem daran liegen, dass dieser noch gar nichts von seinem Glück weiß. Sich einen Back-Up-Freund anzuschaffen, kann auch ein Prozess sein. Trifft eine Frau zufällig auf eine alte Bekanntschaft, sieht sie ein Bild eines Ex-Partners, welches sie nostalgisch macht, können schnell die „Was wäre wenn…“-Überlegungen aufkommen. Der potenzielle Freund wird idealisiert, aufgehoben und für später eingeplant.

Dieses Szenario kann jedoch auch umgekehrt stattfinden. Der Back-Up-Freund betet eine vergebene Frau an, malt sich aus, wie es wäre mit ihr eine Beziehung zu führen und lauert im Falle des Falles nur darauf, ihr die Hand zu reichen.

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Warm halten aus evolutionären Gründen
Single sein ist nicht jedermanns beziehungsweise jederfraus Sache! Besonders wenn die biologische Uhr tickt, fühlen sich Frauen unter Druck gesetzt, wenn sie vom potenziellen Vater ihrer Kinder verlassen werden. Bei diesem Beispiel kann ein Back-Up aus evolutionären Gründen von Vorteil sein.

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Backup-Freund – moralisch streitbar
Ob das in Ordnung ist, was Frau da so macht, sei mal dahingestellt. Jedoch sollte es jedem selbst überlassen sein, wie oder ob er das Ende einer Beziehung plant und gestaltet.

Kritisch wird es erst dann, wenn dem Notfall-Partner Hoffnungen auf eine absehbares Ende der aktuellen Beziehung gemacht werden oder sogar mehr Energie in diese Person investiert wird. Das ist purer Egoismus und keiner Person gegenüber fair.
Wenn man sich auf seine Beziehung konzentriert und im Hier und Jetzt lebt, braucht man sich ja vielleicht gar keinen Back-Up-Freund zulegen.

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