Anfang 20, in der 30ern oder doch erst über 40 – was ist eigentlich das beste Alter zum Heiraten, damit die Ehe auch lange hält? Dieser Frage haben sich jetzt Wissenschaftler der Universität von Utah gewidmet. Das Ergebnis: Der Zeitpunkt für die Eheschließung hat tatsächlich Einfluss darauf, ob diese glücklich wird.

 

Für die Studie werteten die Forscher Daten von 2006 bis 2010 und von 2011 bis 2013 der „National Survey of Family Growth“ aus. Die mehr als 10.000 Befragten waren unter 45 Jahren alt.

 

Und das ist laut Studie das perfekte Heiratsalter: Wer zwischen 28 und 32 Jahren vor den Traualtar tritt, hat die besten Chancen, dass die Ehe ewig hält. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung in den ersten fünf Jahren gering.

 

Weniger gute Karten hat, wer sich erst später traut: In den späten 30ern und den frühen 40ern steigt nämlich das Risiko einer Scheidung, so die Wissenschaftler. Dafür gibt es sogar eine Formel: In jedem Jahr nach 32 erhöht sich die Chance einer Scheidung um fünf Prozent.

So ähnlich sieht es auch für jüngere Heiratswillige aus. Bei den unter 20-jährigen Hochzeitspaaren liegt die Chance auf eine Scheidung innerhalb der ersten fünf Jahre bei 38 Prozent.

 

Wie das perfekte Heiratsalter zustande kommt, darauf gibt die Studie keine Antwort. Über 30-Jährige haben vielleicht im Laufe ihres Lebens schon zu viele Eigenheiten entwickelt und deswegen Schwierigkeiten, sich an einen Partner anzupassen und Kompromisse einzugehen. Jüngeren fehlt vielleicht die entsprechende Lebenserfahrung. Was auch immer es ist: Wer wirklich den Bund fürs Leben schließen will, hat idealerweise noch andere Veranlassung dafür, als nur das richtige Alter.