Stell dir vor: Du musst operiert werden. Natürlich vertraust du in das Können der Ärzte und erwartest, dass sie sich auf den Eingriff konzentrieren. Immerhin steht in manchen Fällen das Leben eines Patienten auf dem Spiel.  

Argentinische Ärzte in Buenos Aires hatten wohl besonders viel Spaß im OP-Saal und nahmen dabei ihre Sorgfaltspflicht nicht ganz so ernst. Während einer OP hatte das Ärzteteam mehrere Selfies von sich gemacht. Doch die Bilder blieben nicht nur auf den Handys, sie wurden auch noch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Auf dem Profil der Chirurgin Lorena O. konnte sich jeder die Fotos anschauen. Alle Beteiligten wurden sofort suspendiert - eine Chirurgin, eine Anästhesistin, zwei chirurgische Assistentinnen und eine Krankenschwester.

Laut einer argentinischen Zeitung haben sich die Ärzte bereits entschuldigt, die Chirurgin versuchte, sich zu erklären. Lorena hatten die Fotos einfach gefallen und sie entschied sich deshalb dazu, diese auf ihrem Instagramprofil hochzuladen: “Ich möchte mich öffentlich bei den Leuten dafür entschuldigen, dass ich sie mit diesen Bildern beleidigt habe. Es war nicht unsere Absicht, dass das alles passiert. Ich habe operiert, sie haben ‘Foto’ gesagt, ich habe instinktiv in die Kamera geschaut.“ Der Gesundheitsminister von Exaltacion de la Cruz, dem Stadtteil des Krankenhauses, beschrieb den Vorfall als peinlich und verantwortungslos. Zusätzlich wurde eine Untersuchung eingeleitet. Die Rechtsabteilung wird nun den Grad der Verfehlung jeder einzelnen Person überprüfen und anschließend die Sanktionen bestimmen.