Ticken die Gehirne von Frauen und Männern unterschiedlich? Das große Thema der Geschlechter, das immer wieder aufkommt. Aber auch Forscher beschäftigen sich mit dieser Frage schon seit Jahren! Denn es scheint offensichtlich, dass es Unterschiede geben muss. Männer sind zum Beispiel sehr vergesslich, dafür empfinden Frauen Stress und negative Emotionen stärker und neigen schneller zu Depressionen. Wissenschaftler aus Kalifornien starteten eine Studie dazu.

Sie verglichen die Hirnaktivitäten von Männern und Frauen im Ruhezustand und bei verschiedenen Aufgaben, die sie lösen mussten. Dazu schauten sie sich 46.000 Hirnscans an und verglichen diese miteinander.

Das Ergebnis: Von 128 verglichenen Hirnregionen waren bis zu 65 Areale bei den Frauen aktiver als bei den männlichen Testpersonen. Bei Frauen ist der Bereich, der für die Konzentration, Impuls-Kontrolle, Emotionen und Triebe verantwortlich ist, ausgeprägter. Nach Ansicht der Experten könnte das erklären, warum Frauen bessere Selbstkontrolle, Empathie und Intuition besitzen. Zudem lassen sich damit auch die Entstehung von Depressionen und weiteren Angsterkrankungen begründen. Die Gehirne von Männer zeigen sich dagegen etwas fauler! In den Bereichen Visuelles und Koordination scheinen Männer jedoch aktiver zu sein als Frauen. Das könnte so einiges erklären!

Doch die Studie hat nicht nur einen lustigen Hintergrund! Denn das Resultat soll in Zukunft dabei helfen, Behandlungen effektiver auf die Geschlechter abzustimmen und die geschlechtsspezifische Entstehung von Krankheiten besser zu verstehen.