Als Mutter will man immer alles richtig machen. Man versucht immer, sein Bestes zu geben und greift dabei auch gerne mal auf technische Hilfsmitteln zurück. So befindet sich höchstwahrscheinlich in jedem Familienhaushalt ein Babyphone. Besonders beliebt sind die Modelle mit eingebauter Kamera, denn damit können Eltern ihren Liebling nicht nur hören, sondern auch sehen. Doch auch andere könnten sich Zutritt zu dieser Kamera verschaffen. Das musste Jamie Summitt jetzt am eigenen Leib erfahren.

Kamera wurde gehackt

Die junge Mutter bestellte über Amazon einen Baby-Monitor mit eingebauter Kamera. Dieser ist mit dem WLAN der Familie verbunden und kann über eine App gesteuert werden. Diese App können sich beliebig viele Personen herunterladen, was die Mutter anfangs noch sehr praktisch fand. Über die App kann die 360-Grad-Kamera mit einem Wisch des Fingers gesteuert werden. Durch diese Funktion war es den Eltern möglich ihr Kind rund um die Uhr zu beobachten.

Doch eines Tages befanden sich die Eltern im Wohnzimmer und das Handy der Mutter lag auf dem Tisch. Wie immer war auch die App geöffnet. Auf einmal sah die Mutter aus dem Augenwinkel, wie sich die Kamera bewegte. Die Linse bewegte sich von ihrem schlafenden Sohn weg und filmte plötzlich das Ehebett der Eltern. Nach einiger Zeit bewegte sich die Linse wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück. Die Frau konnte sich nicht erklären, wer die Kamera in diesem Moment gesteuert haben sollte, denn nur ihr Mann und sie hatten die Zugangsdaten. Aus diesem Grund dachte die Frau, es sei nur ein technischer Fehler des Gerätes. Doch diese Art der Vorkommnisse häuften sich mit der Zeit: Zum Beispiel war die Kamera an einigen Tagen auf das Bett gerichtet, wo die Mutter gesessen hatte, um ihren Sohn zu stillen, obwohl sie die Kamera immer auf das Kinderbett gerichtet hatte.

Baby-Phone wird von Fremden gesteuert

“Ich fühle mich so verletzt. Diese Person hat mich Tag für Tag bei den intimsten Momenten zwischen mir und meinem Sohn beobachtet”, erklärte die junge Mutter in einem Interview. Auf Grund der Geschehnisse alarmierte die Frau die Polizei, doch diese konnte nichts weiter machen, als eine Anzeige gegen Unbekannt aufzunehmen. So blieb der Familie nur noch die Kontaktaufnahme zum Hersteller: Doch hier kam der nächste Schock für die verzweifelten Eltern, denn die Telefonnummer der Firma funktionierte nicht und auch auf Mails gab es nie eine Rückmeldung. Somit gab es nur noch eine Möglichkeit: Das Gerät sofort entsorgen! Also: Technischer Fortschritt ist gut und wichtig, aber eben auch mit Vorsicht zu genießen. Grade wenn es das Kinderzimmer angeht, sollten Eltern sich zweimal überlegen, was da wirklich reingehört.