Grund für die Kältewelle in Deutschland und ganz Europa ist ein starkes Hochdruckgebiet am Nordpol, das warme Luft in die Polregionen drückt. Gleichzeitig fließt die Kaltluft der Arktis nach Süden über Nordsibirien, bis die arktische Luft aus Nordrussland zu uns nach Deutschland kommt.

Doch woher kommt das eigentlich, dass bei solchen Temperaturen schon von Frühling die Rede ist?

Zunächst einmal: DEN einen Frühlingsanfang gibt es gar nicht, sondern sogar gleich drei verschiedene Termine für den Beginn des Frühjahrs, die alle auf einem anderen Prinzip beruhen.

 Zunächst der meteorologische Frühlingsanfang, der sich, wie der Name schon andeutet, nach der Meteorologie beziehungsweise nach der Weltorganisation für Meteorologie richtet. Diese legte fest, dass jede Jahreszeit drei Monate lang ist. Somit fängt der meteorologische Winter am 01. Dezember an und endet mit dem 28. (oder 29.) Februar des folgenden Jahres. Folglich umfasst der Frühling also die Monate März, April und Mai, bevor am 1. Juni der meteorologische Sommer beginnt.

 

wetter

Der kalendarische Frühlingsanfang dagegen, der auch als astronomischer Frühlingsanfang bezeichnet wird, hängt von dem sogenannten Äquinoktium, der Tagundnachtgleiche, ab. Dieses Phänomen, das nur zweimal im Jahr stattfindet, beschreibt den Zustand, dass Tag und Nacht, also die hellen und die dunklen Phasen, gleich lang sind. Nach der Tagundnachtgleiche im Frühjahr, die den Frühling einleitet, werden die Tage also bis zum Herbst immer länger. Der kalendarische Frühlingsanfang ist dieses Jahr übrigens am 20. März.

kalender

Zuletzt gibt es den phänologischen Frühlingsanfang, der kein festen Datum hat, sondern sich von Jahr zu Jahr nach der Natur richtet. Er beobachtet das Aufblühen bestimmter Pflanzen und teilt sich in drei Phasen ein: Den Vorfrühling, den Erstfrühling und den Vollfrühling, die wiederum verschiedene Pflanzen im Laufe des Jahres einleiten. Auf Grund der individuellen Entwicklung der Botanik in verschiedenen Regionen beginnt der phänologische Frühling häufig ortsabhängig.

Pflanzen

 

Erstmal heißt es aber Eiszeit statt Frühlingsblüten. Doch wie soll sich das Wetter eigentlich in der kommenden Woche entwickeln?

 

Am Wochenende bleibt es erst einmal kalt mit frostigen Temperaturen, danach dürfen wir allerdings schon ein bisschen mehr an Frühling denken. Vor allem im Südwesten wird das Wetter deutlich milder, im Nordosten halten sich die kalten Temperaturen mit eisigem Wind vorübergehend aber noch recht hartnäckig. Die Temperaturkontraste zwischen Südwest und Nordost bleiben weiterhin groß und eine Wetterlage zwischen Spätwinter und Vorfrühling könnte uns noch eine ganze Weile erhalten bleiben.

 

Es bleibt nur zu hoffen, dass bis zum kalendarische Frühlingsanfang am 20. März das Wetter sich ein wenig mehr nach unseren Vorstellungen von Frühling richtet.