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Guten Wein erkennen - Mit 6 Tipps zum Weinkenner

Ob Rotwein, Weißwein, Rosé oder Schaumwein.  - Die Auswahl an Weinen ist riesig. Unterschieden wird neben dem Herstellungsprozess und den verwendeten Rebsorten, die maßgeblich für die Ausprägungen Rotwein, Weißwein & Co. verantwortlich sind, aber auch nach weiteren Eigenschaften. So schmecken Weine aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und vielen weiteren Ländern grundverschieden. Auch die Lagerung, der Jahrgang sowie Winzer, Weingebiet, Restzucker und Tanningehalt bestimmen den Geschmack und die Qualität eines Weines.

Du fragst dich, wie du dich bei all diese Eigenschaften zurechtfinden sollst? Ganz einfach! Wir erklären dir in 7 Schritten, wie du den perfekten Wein für dich erkennst und ganz nebenbei zum echten Weinkenner wirst.

1. Weinherstellung: Wie entstehen Weine?

Die Bestandteile von Weinen sind simpel. Basis eines jeden Weines bilden Weiß- oder Rotweintrauben. Diese werden möglichst mit einer physiologischen Reife, sprich dem optimalen Reifezustand, verarbeitet. Damit verschiedene Weine entstehen können, unterscheiden sich Rotwein, Weißwein & Co. in ihrer Herstellung. Wie genau aus den Trauben unser geliebter Wein wird, ist dabei ein Zusammenspiel aus Mensch, modernen Technologien und Natur.

Die Rotweinherstellung

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Am Anfang eines jeden Weines steht die Ernte der Trauben. Die sogenannte Traubenlese beginnt je nach Wetter und Klimazone im frühen Herbst. Von Erntemaschinen in ebenen Gebieten, bis hin zur sorgfältigen Weinlese von Hand in steilen Lagen ist alles möglich und beeinflusst die Qualität des Weines in erster Linie nicht.

Sind die Trauben geerntet, schließt sich das Entfernen des Stielgerüstes von der Traube an. Während die modernen Vollerntemaschinen die Trauben schon bei der Lese von ihrem Stiel pflücken, können handverlesene Trauben mit Hilfe eines Entrappers von ihrem Stiel entfernt werden. Die reinen Trauben werden anschließend zerdrückt. Es entsteht die sogenannte Maische.

Tipp für Weinkenner: Es gibt einige Rotweine, bei denen die Stielgerüste erst einige Zeit später aus der Maische entfernt werden. Durch diesen Vorgang gehen die in den Stielen enthaltenen Gerbstoffe (Tannine) in die Maische über.

Im nächsten Schritt findet die Fermentierung statt. Dies bedeutet, dass die stehengelassene Maische beginnt zu gären. Während dieses Prozesses werden Stoffe freigesetzt, die die Farbe und den Geschmack des Weines maßgeblich beeinflussen. Je nach Rebsorte sowie gewünschter Farbe und Geschmack unterscheidet sich die Standzeit der Maische dabei stark. Durchschnittlich kann man bei einem Rotwein aber mit einer Maischenstandzeit von mehreren Tagen rechnen.

An die Fermentierung schließt sich das Pressen der Maische in einer Weinpresse (Kelter) an. Feste Traubenrückstände, die auch Treber oder Trester genannt werden, können so von dem süßen Traubensaft getrennt werden. Von hoher Wichtigkeit ist hier ein schonendes Vorgehen. Die Kerne der Trauben dürfen nicht zerdrückt werden, da sie sonst ihre Bitterstoffe an den Wein abgeben.

Mit dem gepressten Fruchtsaft (Most) kann nun die Hauptgärung einsetzen. In Fässern oder Tanks gelagert, werden häufig zusätzliche Reinzuchthefen eingesetzt, da die im Fruchtsaft vorhandenen Hefen oftmals nicht für eine vollständige Gärung ausreichen. Damit aber noch nicht genug, denn nach der ersten, alkoholischen Gärung folgt im Regelfall ein weiterer Gärungsprozess. Die malolaktische Gärung ist ein biologischer Säureabbau und zersetzt mit Hilfe von Milchsäurebakterien Apfelsäure in Milchsäure. Dieser Vorgang verändert die Säurestruktur des Weines maßgeblich.

Im Anschluss an die Gärung wird der entstandene Hefetrub vom Wein entfernt. Dies wird in der Fachsprache als Abstich bezeichnet. Es folgt die Schwefelung und Weinschönung, bei der der Wein von Trübstoffen befreit wird.

Doch wer denkt, der Wein wäre jetzt bereits verkaufsfertig, der irrt sich. Auch die Lagerung spielt bei Weinen eine große Rolle. So verbleiben Rotweine noch eine Weile in ihren Fässern und Tanks, bevor sie endgültig abgefüllt und verkorkt werden. Diese Flaschen werden anschließend eine Zeit lang in temperierten Räumen gelagert, damit sie zur Ruhe kommen können. Erst dann kann der Wein auch wirklich verkauft werden.

Tipp für Weinkenner: Neben der oben beschriebenen Lagerung verlangen einige Qualitätsstufen sogar eine zusätzlich vorgeschriebene Zeit der Flaschenreifung.

 

Die Weißweinherstellung

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Die Herstellung von Rotwein und Weißwein ähnelt sich stark. Doch wie kommt es, dass die Weine dennoch so verschieden schmecken?

Die kleinen aber feinen Unterschiede beginnen bei der Ernte von anderen Traubensorten, der sogenannten Rebsorten. Die weißen Trauben werden ebenso wie ihre roten Verwandten mit Maschinen oder per Hand verlesen. Im nächsten Schritt wird das Stielgerüst jedoch nicht entfernt, sondern mit den Trauben zur Maische zerdrückt. Dieser Vorgang wird dann Ganztraubenpressung genannt und beeinflusst den Tanningehalt des Weines.

Auch die Standzeit der weißen Traubenmaische während der ersten Gärung ist deutlich kürzer. Das Pressen selbst unterscheidet sich hingegen nicht von der Herstellung eines Rotweines und bringt letztendlich den süßen Traubensaft (Most) hervor. Während bei der Rotweinherstellung nun die Hauptgärung einsetzt, schaltet sich ein weiterer Schritt bei der Weißweinherstellung dazwischen. Der weiße Traubensaft muss vor der Gärung gefiltert werden. Der Most wird dabei von Trübstoffen befreit. Neben der Klärung des Weines durch Sedimentation, Zentrifugation oder den Einsatz eines Trubfilters, können auch andere Verfahren der Weinschönung eingesetzt werden. Beispielhaft dafür ist die Behandlung des Weines mit Bentonit. Hier klären Eiweiße den Wein von Trübungen vor der Gärung.

Die Gärung selbst unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Weinsorten nicht merklich. Lediglich die anschließende Lagerung fällt bei Weißweinen kürzer aus, bevor der edle Tropfen in die Regale von Fachhändlern, Supermärkten und Co. kommt.

Tipp für Weinkenner: Schaumweine wie Sekt, Cava und Champagner entstehen erst durch eine zweite Gärung. Anders sieht es bei Perlweinen aus. Die nur leicht schäumenden Weine wie Prosecco frizzante oder Secco kriegen ihre Kohlensäure oft technisch zugesetzt.

Sonderfall Roséwein

Während Rot- und Weißweine aus den dementsprechenden Trauben gewonnen werden, ist die Weinherstellung beim Rosé eine andere. Aus Rotweintrauben hergestellt, ähnelt das Herstellungsverfahren von echten Roséweinen dem von Weißweinen. Grund für die zartrosa Färbung ist dabei die Ruhezeit der Maische. Diese hat ein paar Stunden mehr Zeit anzugären und Teile der Farbstoffe aus der roten Schale aufzunehmen, als es bei Weißweinen der Fall wäre.

Doch auch ein zweites Verfahren kann bei der Weinherstellung von Roséweinen angewendet werden. Dabei wird der Rotweinmaische nach Stunden oder sogar Tagen ca. 15 Prozent des Volumens abgezogen. Durch das sogenannte Saignée-Verfahren werden die dadurch entstehenden Roséweine häufig farbtiefer und kräftiger, verlieren aber an fruchtigem Geschmack.

Noch mehr Wissen: Wer gedacht hat, dass Rot- und Weißweintrauben einfach gemischt werden, liegt nicht ganz falsch. Rote und weiße Rebsorten können zusammen eingemaischt und zu einem Wein verarbeitet werden. Das Ergebnis ist dann der sogenannte Rotling.

 

Trocken, halbtrocken oder lieblich? - Wie entstehen die verschiedenen Geschmäcker?

Doch die Unterscheidung hört bei Rotwein, Weißwein, Rosé und Schaumwein noch lange nicht auf. Wer einen genaueren Blick auf die Etiketten einer Weinflasche wirft, kann die Geschmäcker trocken, halbtrocken und lieblich erkennen. Aber wie kann es sein, dass die gleiche Weinsorte so grundlegend unterschiedlich schmecken kann?

Das Geheimnis liegt in der Gärung der Weine. Wird der Most, also der Traubensaft komplett durchgegoren, wird der Wein "trocken". Findet eine sogenannte Gärunterbrechung statt, in der die Gärung vorzeitig beendet wird, entstehen "halbtrockene", "liebliche" oder sogar süße Weine. Wie süß ein Wein dabei wird, hängt vom Zeitpunkt der Unterbrechung und damit verbunden, mit der Menge des unvergorenen Restzuckers ab. 

 

2. Weinsorten & Rebsorten

Neben der Herstellung ist natürlich auch die Rebsorte, also die Sorte der Traube, für Geschmack, Struktur, Qualität und Haltbarkeit eines Weines verantwortlich. Obwohl es tausende verschiedene Rebsorten gibt, haben es vor allem einige wenige aufgrund ihres einzigartigen und guten Geschmacks sowie ihrer Widerstandsfähigkeit zu besonderer Bekanntheit geschafft. Welche Rebsorten für Rotweine und Weißweine besonders geeignet sind, erfährst du in den folgenden Tabellen.

 

Rebsorten für Rotweine

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Cabernet Sauvignon

Diese Rotweintraube ist weltweit verbreitet und Hauptbestandteil der angesehenen Bordeauxweine. Meist mit der Rebsorte Merlot verschnitten, ergeben sich aus Cabernet Sauvignon dunkle und fruchtige Weine mit blumigen Aromen und reich an Gerbstoffen.

 

Heutzutage werden die hochwertigen Weine vor allem in Chile, Argentinien, Australien und Kalifornien gepresst.

Grenache (Garnacha) Als eine der wichtigsten Rotweintrauben im spanischen Wein Rioja, wird Grenache zumeist mit der Rebsorte Tempranillo zu verschnitten. Die süße Traube ermöglicht hochwertige, starke und charaktervolle Rotweine. Die helle, ziegelrote Farbe entsteht aufgrund des geringen Farbstoffgehaltes der Traube. Auch leichte Roséweine sind mit dieser Rebsorte möglich.
Merlot

Diese Rebe ist in so gut wie allen Bordeauxweinen enthalten und kann hervorragend mit anderen Rebsorten verschnitten werden. Reine Merlot Weine sind äußerst selten und sehr teuer. Sie bestechen mit einem samtigen und körperreichen Geschmack sowie einem mittleren Alkoholgehalt.

 

Merlot ist heutzutage stark verbreitet und wird auf jedem Kontinent angebaut.

Nebbiolo Der Barolo wird zu 100 % aus der Nebbiolotraube gewonnen. Sein sehr kräftiger Geschmack verbindet sich mit einem hohen Alkoholgehalt, Veilchenduft und harzigen Anklängen und ist dadurch unschwer zu erkennen. Neben dem Barolo ist diese Rebsorte auch ein wichtiger Bestandteil des italienischen Weines Piemont.
Pinot Noir Die Pinot Noir ist eine der beliebtesten Traubensorten der Erde. Der ausgeglichen süße und vollmundige Geschmack ist weiß gekeltert Grundbestandteil der großen Champagner. Als Rotwein wird die Rebsorte meist zu sehr hochpreisigen und reinsortigen Spitzenweinen verarbeitet.
Sangiovese Als Grundbestandteil des geläufigsten italienischen Weines Chianti, besticht die Sangiovesetraube durch einen runden und dichten Geschmack. Ein Hauch von Veilchen und Kirschen macht die Rebsorte so besonders und lässt sie zu Spitzenweinen in der Toskana werden.
Tempranillo

In Spanien als beste Rotweinrebe geltend, ist diese Rotweintraube Grundsorte des spanischen Rioja. Charakteristisch für Tempranillo sind die dunklen, langen Trauben. Nach einer aufwändigen Umsorgung ergeben sie jedoch einen fruchtigen Wein mit angenehmer Säure.

 

Besonders an dieser Rebsorte: Abhängig des jeweiligen Ausbau des Weines, kann diese Rebsorte auch nach Gewürzen, Lakritz oder sogar Bitterschokolade schmecken.

 

Rebsorten für Weißweine

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Chardonnay Diese weiße Traube ist wohl eine der bekanntesten Rebsorten der Erde. Verarbeitet zu hochwertigen Champagnern und weißem Burgunder ist sie im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Trotz vollem Geschmack und rauchigem Duft ist die Rebe sehr wandlungsfähig und kann je nach Gebiet verschiedene Geschmacksnoten aufweisen.
Gewürztraminer

Wie der Name verspricht, begeistert diese Rebsorte mit einem würzigen und vollen Geschmack. Mit einem Duft nach Rosen gehen die Aromen der Gewürztraminer-Traube in Richtung Bitterorange, Grapefruit oder sogar Marzipan.

 

Trotz der Anfälligkeit für Ernteausfälle aufgrund hoher Ansprüche ist die Rebe heutzutage weltweit verbreitet.

Müller-Thurgau

Als Mischung aus den Sorten Riesling und Madeleine Royale wurde die Rebsorte Müller-Thurgau 1882 gezüchtet. Der milde und fruchtige Geschmack macht diese Traube zum idealen Wein für Fans zarter Weine.

 

Wer mit diesem Namen nichts anfangen kann, dem ist vielleicht mit der Bezeichnung Rivaner auf die Sprünge geholfen. Eine frühere Massenproduktion der Müller-Thurgau-Weine brachte einen schlechten Ruf mit sich. Heute werden Weine aus der Müller-Thurgau-Traube daher als Rivaner verkauft.

Muskateller (Muscat)

Die Rebsorte Muskateller ist nicht nur sehr alt, sondern macht ihrem Namen auch noch alle Ehre. Ein intensiver Geschmack nach Muskat lässt diese Weißweine hochwertig und einzigartig werden.

 

Wer sich an der besonderen Note versuchen möchte, kann sich beispielsweise an den bekannten Muscat d'Alsace halten. Auch in Likören oder süßen, bukettreichen Weinen sind die Muskatellertrauben zu finden.

Riesling

Der Riesling ist wohl die bekannteste Weißweintraube aus Deutschland. Mit einem fruchtig-säuerlichen Geschmack wirkt der blassgrüne bis goldgelbe Wein äußerst erfrischend, kann im fortgeschrittenen Alter aber auch ölige Duft- und Geschmacksnoten entwickeln.

 

Mittlerweile ist der Riesling aus Deutschland weltweit hoch angesehen und kann dementsprechend teuer werden.

Sauvignon Blanc Wie der Name vermuten lässt, wird diese Rebsorte vor allem in Frankreich als edelste Weißweintraube angesehen. Nach Chardonnay ist sie sogar die zweitwichtigste Traube der Erde. Mit seinem stachelbeerartigen Duft betört der aromatische und charakterstarke Weißwein seine Genießer ebenso wie mit seinem häufig grasigen Geschmack.

 

3. Edler Tropfen - Woran erkenne ich gute Weine?

Die Basis steht: Herstellung und Rebsorten sind nun geklärt. Aber woran kannst du einen guten Wein von seiner schlechten Alternative unterscheiden? Da du in der Regel keine Einblicke in die Ernte, Herstellung und Lagerung der Weine erhältst, musst du dich also an anderen Eigenschaften orientieren. Welche das genau sind, verraten wir dir hier.

Wichtig ist: Um einen guten Wein zu erkennen, musst du kein Sommelier sein. Häufig reichen einfache Anhaltspunkte aus, um den passenden Wein für dich zu finden. Und am Ende zählt ja auch nur eines - der Wein muss schmecken!

Die Flasche

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© imago/Rudolf Gigler

Viele Wein-Neulinge richten sich beim Kauf eines Weines vor allem nach dem Aussehen der Flasche und dem Etikett eines Weines. Doch das Design sagt leider nicht viel mehr aus als die angesteuerte Zielgruppe und das Marketing-Konzept.

Wer einen genaueren Blick riskiert, kann dennoch viele aufschlussreiche Informationen sammeln, die Auskunft darüber geben, welcher edle Tropfen sich gerade in deinen Händen befindet. Dabei solltest du auf jeden Fall Vorder- und Rückseite des Etiketts betrachten, denn laut gesetzlicher Regelung müssen folgende Daten auf dem Etikett festgehalten werden:

- Jahrgang

- Rebsorte

- Weinfarbe

- Geschmacksangabe bzw. Süßegrad (trocken, feinherb, halbtrocken oder lieblich)

- Alkoholgehalt

- Weingut oder Abfüller

- Herkunft

- Qualitätsstufe

- Zusatzstoffe

Vor allem die Qualitätsstufe sagt viel über den Wein im Inneren der Flasche aus. Die neue Klassifikation wurde ab dem Jahrgang 2012 vom Verein Deutscher Prädikatsweingüter beschlossen. Die Qualitätsstufen grenzen seitdem die geographische Herkunft der Trauben in deiner Weinflasche ein. Unterschieden wird dabei in Gutswein, Ortswein, klassifizierter Lagenwein und großes Gewächs. Aber Achtung: nicht jedes Weingut gehört dem besagten Verein an und muss die Qualitätsstufe auf seinem Etikett abdrucken.

Der Ortswein bildet zusammen mit dem Gutswein den untersten Teil der Klassifizierungsordnung ab. Sie geben Aufschluss über den Herstellungsort, jedoch nicht über die genaue Lage am Weinberg. Ortsweine bestehen demnach aus Trauben, die im gleichen Ort traditionell angebaut werden. Gutsweine werden hingegen aus Beeren hergestellt, die seit Generationen auf dem gleichen Weingut angebaut werden.

Lagenweine stellen die mittlere Einstufung vom Verband Deutscher Prädikatsweingüter dar. Diese Weine müssen aus festgelegten regionalen Rebsorten bestehen. Darüber hinaus muss der Weinberg eine originelle Lage aufweisen sowie die Weinlese selektiv erfolgen.

Noch strengere Auflagen gelten für die Weine, die als Großes Gewächs in die höchste Klassifikationsstufe für trockene Qualitätsweine eingeordnet werden dürfen. Die Anforderungen beginnen bei einem Mindestmostgewicht von Spätlesequalität. Außerdem wird der Weinanbau auf die traditionellen Rebsorten beschränkt. Diese dürfen nur in entsprechenden Anbaugebieten verwendet werden. Zudem ist die Weinlese sorgfältig per Hand durchzuführen und auch die Ertragsmenge pro Hektar ist beschränkt. Diese Bestimmungen schränken den Ertrag der Weingüter stark ein, sorgen auf der anderen Seite aber für eine sehr hohe Qualität der Weine. Erfüllt ein Wein diese Anforderungen, wird er mit dem Logo "GG-Traube" oder nur "GG" versehen.

Tipp für Weinkenner: Weine, die als Große Gewächse klassifiziert werden, sind trocken. Dies ist den Anforderungen der Qualitätsstufe geschuldet. Die edelsüßen Varianten der vorgeschriebenen Lagen werden mit den Prädikaten von Spätlese bis Trockenbeerenauslese bezeichnet und auch die bevorzugten Rebsorten begünstigen die Herstellung trockener Weine.

Im Allgemeinen führen also viele Informationen auf dem Etikett einer Weinflasche dazu, dass der Inhalt besser den verschiedenen Geschmäckern und Qualitätsstufen zugeordnet werden kann. Wichtig ist aber: Nur weil ein Wein als Ortswein klassifiziert ist, muss dieser natürlich nicht schlecht sein oder schlecht schmecken.

 

Der Geschmack

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© imago images/Westend61

Natürlich ist es bei Weinen, wie auch bei allen anderen zum Verzehr bestimmten Getränken und Lebensmitteln vor allem Geschmackssache, ob ein Wein als gut oder weniger gut empfunden wird. Ungeachtet dessen lassen einige Anhaltspunkte aber tatsächlich auf die objektive Qualität eines Weines schließen.

Schmeckt ein Wein nach Essig oder Kork, dann wird dieser als fehlerhaft bezeichnet und sollte nicht getrunken werden. Dies gibt sogar der Duden als Erklärung für einen schlechten Wein ab. Verwechselt werden darf ein korkiger oder nach Essig schmeckender Wein aber nicht mit Aromen, die ungewohnt schmecken. Einige Weine haben je nach Region einen völlig eigenen Geschmack und sind trotz eigener Note einwandfrei genießbar.

Ist der Wein nicht fehlerhaft, zählt primär aber tatsächlich die persönliche Vorliebe, um einen guten Wein zu finden. Einen groben Eindruck, welcher Wein dir liegen könnte, erhältst du durch folgende Fragen:

- Esse ich gerne Saures?

- Bin ich eine Naschkatze?

- Bevorzuge ich dezente Aromen?

- Bin ich der herbe Typ?

Ganz nach deinem Geschmack kannst du anschließend die idealen Weintypen abhängig der Rebsorte und Machart des Winzers für dich herausfinden. So haben beispielsweise Weißweine aus Riesling ein angenehmes Süße-Säure-Fruchtspiel, die weißen Rebsorten Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder schmecken vor allem satt und körperreich, Silvaner bestechen durch ihren schlanken Geschmack und Sauvignon Blanc verzaubert dich mit einer frischen, grünen Note.

Bei den Rotweinen solltest du unbedingt auch auf die Gerbstoffe und Tanninen achten. Diese sind unterschiedlich intensiv und verursachen das raue Gefühl in deinem Mund.

 

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Weine gibt es wie alles andere auch in den verschiedensten Preisklassen. Aber sind teure Weine immer besser als die günstige Alternative? Nicht unbedingt, denn Preise setzten sich neben der Qualität aus vielen weiteren Faktoren zusammen. So kosten Weine mit einem hohen Werbeaufwand mehr als unbeworbene Produkte und handverlesene Weine sind teurer als die industriell gefertigten Varianten. Aber über die tatsächliche Qualität sagt dies wenig aus.

Auch die Originalität spielt eine große Rolle in der Preisfindung. Wer großen Wert auf seltene Rebsorten, anspruchsvolle Anbaugebiete, sorgfältige Handlesen und aufwändige Herstellungs- und Lagerprozesse legt, der muss in der Regel tiefer in die Tasche greifen.

Wer den Unterschied von günstigen, mittelklassigen und hochpreisigen Weinen selbst testen möchte, kann dies mit einer Blindverkostung tun. Ob professionell auf einem Weingut oder selbst organisiert zuhause - schicke deine Geschmacksknospen auf Entdeckungsreise. Und wer weiß, vielleicht findest du direkt deinen Lieblingswein.

 

4. Wein kaufen - Supermarkt oder direkt vom Fachhändler?

Du hast eine grobe Vorstellung davon, welcher Wein dir schmecken könnte? Dann stellt sich jetzt die Frage, wo du diesen kaufst. Ob aus dem Supermarkt um die Ecke, vom Fachhändler oder direkt vom Winzer ist eine Entscheidung, die jeder Weintrinker treffen muss.

Durchschnittlich gibt der deutsche Weintrinker 2,50 € pro Flasche Wein aus. Dass diese Preise bei Fachhändlern und Winzern nicht möglich sind, dürfte klar sein. Viele Menschen kaufen ihren Wein also beim Discounter, Supermarkt und Co. Genießer schwören dagegen auf den Winzer ihres Vertrauens. Aber was stimmt den nun?

 

Wein aus dem Supermarkt

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© imago images/Manfred Segerer

Die Weinpreise im Supermarkt sind niedrig - Grund genug für viele, auch eine niedrige Qualität anzunehmen. Doch auch Weine für den Massenmarkt können qualitativ sehr gut sein. Der Unterschied bei Weinen aus dem Supermarkt liegt vielmehr im Geschmack. Die großen Produzenten orientieren sich zur Ansprache einer großen Zielgruppe am durchschnittlichen Kunden. Besondere Noten und experimentelle Aromen werden dadurch schwer zu finden sein. Kleine Supermärkte dagegen, die keiner Kette angehören, haben mehr Handlungsspielraum und bestellen Weine mitunter auch von regionalen Winzern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anonymität beim Kauf. In Supermärkten steht häufig kein Fachmann bereit, der Kenntnis über die angebotenen Weine hat und dich kompetent beraten kann. Wer sich daher beim Kauf eines Weines im Supermarkt unsicher fühlt, kann sich an die folgenden Tipps & Tricks halten:

- Auszeichnungen auf Etikette oder Flasche sprechen für Qualität.

- Die Amtliche Prüfnummer (AP-Nummer) ist auf jedem Etikette deutscher Qualitätsweine vorhanden und beweist sensorische Fehlerfreiheit

- Bei einem Weinpreis von unter 4 Euro pro Flasche ist gesunde Skepsis angebracht

- Angestaubte Flaschen oder Weine in den untersten Regalen können auf Ladenhüter oder unbeliebte Tropfen aufgrund geringer Qualität hindeuten

- Vor allem Weiß- und Roséweine sollten nicht älter als zwei Jahre, Rotweine nicht älter als vier Jahre sein. Die letzten zwei Ziffern der AP-Nr geben dir dafür das Jahr der Abfüllung an (Die Zahl "15" bezeichnet dementsprechend das Jahr 2015)

- Angebote sollten immer eine gesunde Skepsis wecken. Achte unbedingt auf das Alter der Weine sowie auf Auszeichnungen

- Vor dem Kauf einer ganzen Kiste im Sonderangebot solltest du erst eine einzelne Flasche zum Probieren kaufen

- Im Notfall helfen Weinführer, die sich auf Weine aus Supermärkten spezialisiert haben. Diese dürfen aber nicht veraltet sein

 

Wein vom Fachhändler

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© imago/Westend61

Der wohl größte Vorteil von Fachhändlern ist die Expertise zum Thema Wein und die damit verbundene professionelle und individuelle Beratung. Viele Fachhändler kennen ihre Winzer dabei persönlich und haben ein ausgeprägtes Wissen über die genaue Herstellung sowie Anbau, Lagerung und Co. Sogar Verkostungen sind möglich und helfen dir dabei, deinen Lieblingswein zu finden. Aber auch hier bestehen Unterschiede im Angebot. Einige Fachhändler spezialisieren sich auf Weine bestimmter Länder oder Regionen, während andere eher breit aufgestellt sind. Aus diesem Grund kann die Suche nach dem richtigen Fachhändler und dem passenden Angebot etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Wer Fachhändler aufgrund der hohen Preise meidet, liegt nicht unbedingt richtig. Zwar fallen die Kosten für eine Flasche Wein höher aus als beim Discounter aber auch Fachhändler verkaufen nicht selten preiswerte Alltagsweine. Zudem sind Sonderrabatte aufgrund hoher Abnahmezahlen möglich. Wer also gleich eine ganze Kiste kauft, kann gerne nach einem Preisnachlass fragen.

 

5. Die richtige Lagerung & Trinktemperatur

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Nicht nur Winzer haben eine Verantwortung für die richtige Lagerung ihrer Weine. Ist der Wein bei dir zuhause, bist du ebenso für eine einwandfreie Qualität deines edlen Tropfens verantwortlich. Im Optimalfall lagerst auch du deinen Wein in einem kühlen, dunklen und gut belüfteten Kellerraum mit einer konstanten Temperatur zwischen 8° und 12°C. Da das natürlich nicht bei jedem möglich ist, reicht auch ein kühlerer Raum innerhalb der eigenen Wohnung. Wichtig ist aber auch da: Wein sollte grundsätzlich keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein.

Auch wenn Weine zwischen 8° und 12°C gelagert werden sollten, haben die verschiedenen Sorten häufig eine davon abweichende Trinktemperatur. Wie viel Grad für den perfekten Genuss notwendig sind, findest du hier:

- Sekt & Secco: 5° - 9°C

- einfacher Weißwein: 7° - 9°C

- Roséwein: 7° - 12°C

- gehaltvoller & bukettreicher Weißwein (Spätlese, Auslese): 10° - 12°C

- Sommerwein: 10° - 12°C

- edelsüßer Wein (Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein): 12° - 14°C

- leichter bis vollmundiger Rotwein: 14° - 16°C

- gehaltvoller & bukettreicher Rotwein: 16° - 18°C

 

Wie lange sind Weine haltbar?

Die teuersten Weine der Welt sind bis zu 250 Jahre alt. Aber solltest du deshalb deinen Wein vom Supermarkt oder Fachhändler genauso lange liegen lassen? Die Antwort ist ein klares Nein, denn einfache Weine müssen möglichst bald getrunken werden. Einfluss auf die Haltbarkeit von Weinen haben neben dem Alkoholgehalt auch der im Wein enthaltene Zucker, die Tannine, die Sulfite sowie die Säure des Getränkes. Je höher der Anteil dieser Inhaltsstoffe im Wein, desto länger ist er in der Regel haltbar.

Ist die Flasche bereits geöffnet, bleibt nur noch ein relativ kurzes Zeitfenster, um das kostbare Getränk nicht verderben zu lassen. Bei einer noch zu einem Dreiviertel gefüllten Flasche sind Weißwein und Rosé noch drei bis fünf Tage, Rotwein bis zu sieben Tage genießbar. Diese Zeiträume verkürzen sich bei einer nur halb vollen Flasche auf zwei bis drei Tage für weißen Wein und Rosé sowie vier bis fünf Tage für die rote Variante. Ist nur noch ein Glas in der Flasche verblieben, sollten Weiß- und Roséwein innerhalb des nächsten Tages getrunken werden, einem Rotwein bleiben noch zwei Tage.

Auch in geschlossenen Flaschen sollten Weiß- und Roséweine aus dem Supermarkt nur zwei Jahre, Rotweine nur vier Jahre lagern. - Danach werden sie schnell ungenießbar. Ob ein Wein verdorben ist, merkst du dabei an einem säuerlichen Geruch und einem unangenehmen Geschmack nach Essig. Weist dein Wein diese Eigenschaften auf, solltest du ihn nicht mehr trinken.

Aber wie kommt es dann, dass hochwertige Weine so lange haltbar sind? Für die allgemeine Haltbarkeit bei Weinen gilt: Je hochwertiger ein Wein ist, desto länger kann er auch gelagert werden. Einige besonders hochwertigen Weine gewinnen durch diese Lagerung sogar erst an Geschmack und Qualität.

Auch einige besonders komplexen Rotweine und säurebetonten Weißweine benötigen häufig einige Jahre, um die enthaltenen Aromen harmonisch zu verbinden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Riesling. Dabei sollte dir aber bewusst sein, dass diese Lagerzeit zumeist schon vor dem Verkauf stattfindet und nicht die Haltbarkeit bei dir zuhause verlängert.

6. Weinsprache

Unter Fachleuten wie Sommelieren, Connaisseuren, Weinkennern sowie Weininteressierten existiert eine Fachsprache, die als Weinsprache bezeichnet wird. Die önologischen Begriffe (Önologie ist ein Studienbereich der Weinproduktion) werden zudem auch von Winzern, Weinhändlern, Kellermeistern, Sachverständigen und weiteren im Weinbau beschäftigten Personen angewendet.

Aber wozu gibt es die weinbaulichen und önologischen Fachbegriffe überhaupt? Im Allgemeinen dienen sie der Beschreibung von Weineigenschaften sowie den im Wein vorkommenden Inhaltsstoffen, ihrem Zusammenspiel, ihre Proportionen, Balancen und dem Zustand des beschriebenen Weines. So kann das recht subjektive Feld der verschiedenen Geschmacksrichtungen, Aromen und Noten in allgemeingültige Wörter übersetzt und für alle verständlich gemacht werden.

Um einen Eindruck in die Weinsprache der Profis zu bekommen, findest du im Folgenden 25 wichtige Fachwörter und ihre Übersetzung:

- Abgang: Als Abgang (auch Finale oder Nachhall) wird der Nachgeschmack eines Weines bezeichnet. Genauer gesagt ist es der Geschmack, der auch nach dem Schlucken oder Ausspucken im Mund verbleibt. Je länger der Abgang bleibt, desto besser wird die Qualität des Weines eingestuft.

- Barrique: Als Barrique wird ein Gebinde aus Eichenholz bezeichnet, in welchem der Wein reifen kann. Es fasst 225 Liter und wird in der Regel alle drei Jahre ausgetauscht, da die Abgabe von Tannin im Laufe der Zeit immer geringer wird.

- Blindprobe: Bei einer Blindprobe führen Profis eine Weinprobe mit verdeckten Flaschen oder schwarzen Gläsern durch. Sinn dahinter ist es, dass der Wein nicht erkannt und einzig und allein nach seinem Geschmack bewertet wird.

- Bukett oder Bouquet: Als Bukett oder Bouquet wird der Geruch eines Weines bezeichnet. Auch die Bezeichnungen Nase oder Blume sind geläufig.

- Böckser: Hat ein Wein einen Böckser, so meint dies ein unangenehmes Aroma oder auch einen Fehlton. Der störende Geschmack kann dabei in verschiedenste Richtungen wie Zwiebel, Knoblauch oder faule Eier gehen und bezeichnet einen bleibenden oder vorübergehenden Weinfehler.

- Chambrieren: Beim Chambrieren wird der Rotwein auf die angemessene Serviertemperatur erwärmt.

- Dekantieren: Als Dekantieren oder auch Umreißen eines Weines wird das Umfüllen in eine Karaffe bezeichnet. Alte Weine sollen dadurch von krümeligem Niederschlag am Flaschenboden getrennt werden, junge Weine werden belüftet und zugänglicher gemacht.

- Edelfäule: Die Edelfäule setzt unmittelbar vor oder nach der Vollreife ein, die das Austrocknen der Weintrauben verursacht. Vor allem bei der Herstellung von Süßweinen ist die Edelfäule bei Winzern erwünscht.

- Entrappen: Entrappen wird auch als Rebeln oder Abbeeren bezeichnet und meint das Trennen der Beere von ihrem Stielgerüst. Das Entrappen ist heutzutage per Hand oder Maschine möglich.

- Etikettentrinker: Etikettentrinker verdienen ihren Namen dadurch, dass sie überwiegend und gerne bekannte und berühmte Weine trinken.

- Handlese: Bei der Handlese werden die Trauben von Hand, unter Zuhilfenahme eines Messers oder einer Schere, geerntet. Dieses Vorgehen macht eine genaue Selektion der einzelnen Trauben möglich.

- Jeroboam: Dieser etwas sonderbare Name beschreibt eine Weinflasche mit einem Füllvermögen von 5 Litern. Vor allem für den Reifungsprozess eignen sich diese Flaschen besonders. Bei Champagner fassen Jeroboam-Flaschen nur 3 Liter. Die kleinere Version stellen Magnumflaschen dar. Sie fassen 1,5 Liter bei allen Weinsorten.

- Körper: Die Bezeichnung Körper beschreibt unter Weinkennern das Gewicht eines Weines. Schwere Weine werden folglich auch als körperreich charakterisiert. Das Gewicht setzt sich aus Alkohol und allen nicht flüchtigen Substanzen zusammen. Bei Rotwein kommt auch das Tannin hinzu. Über die Qualität sagt der Körper eines Weines aber nichts aus.

- Kultwein: Kultweine sind edle Tropfen von enorm hoher Qualität. Sie werden häufig nur in geringen Mengen hergestellt und sind daher sehr teuer.

- Lieblich: Liebliche Weine schmecken dank ihres hohen Restzuckergehaltes von 18 bis 45 Gramm pro Liter (EU-Standard) süß.

- Maische: Die Maische ist das gestampfte Gemisch aus dem Fruchtfleisch, Beerenschalen und den Kernen der Weintrauben im Most.

- Perlage: Als Perlage wird die Kohlensäure bezeichnet, die Schaumweinen beim Öffnen der Flasche entweicht. Vor allem Weine, die in der Flasche vergoren wurden, können eine feine Perlage aufweisen und unterstreichen damit ihre hohe Qualität.

- Secco: Secco ist die deutsche Variante des erfolgreichen italienischen Perlweins Prosecco.

- Sommelier: Der Name Sommelier stammt aus dem Französischen und meint einen Weinkellner. Als ausgebildete Fachkraft ist ein Sommelier in Weinbau und Önologie, in der Gastronomie sowie in Weinkellereien tätig.

- Sortenrein: Sortenreine Weine bestehen aus lediglich einer einzigen Rebsorte.

- Spontangärung: Als Spontangärung wird eine Gärung beschrieben, die ohne die Zugabe von Reinzuchthefen natürlich einsetzt und kontrolliert verläuft. Der Winzer muss hierfür keinen Einfluss ausüben.

- Tannin: Tannin ist dafür verantwortlich, dass dein Mund beim Trinken eines Weines trocken wird und sich deine Zunge zusammenzieht. Die pflanzlichen Gerbstoffe schmecken leicht bitter.

- Umkippen: Kippt ein Wein um, so hat er den Höhepunkt seiner Reife oder Entwicklung überschritten. Er wird ab diesem Moment als verdorben eingestuft und ist durch seine Oxidation ungenießbar. Erkennbar ist das Umkippen eines Weines an seiner trüben Flüssigkeit sowie der bräunlichen Verfärbung.

- Vertikale: Du möchtest verschieden alte Weine probieren? Dann ist eine Vertikale genau das Richtige für dich. Hierbei verkostest du die verschiedenen Jahrgänge eines Weingutes und schmeckst, wie sich Wein im Laufe der Jahre entwickelt hat.

- Weinstein: Geschmacksneutrale und natürliche Kristalle aus Kaliumsalz am Flaschenboden werden Weinstein genannt. Diese Kristalle entstehen in der Zeit der Lagerung, sagen aber nichts über die Qualität eines Weines aus. Für eine einwandfreie Optik sollten sie jedoch lieber in der Flasche bleiben.

 

Um zu einem echten Weinkenner zu werden, braucht man Fachwissen aus den verschiedensten Bereichen. Von der Weinherstellung über Rebsorten, die richtige Lagerung und Haltbarkeit, bis hin zu den Fachwörtern der Profis umfasst das Thema Wein alles rund um die süße Traube und Co. Wer sich all das aber nicht auf einmal merken kann, muss nicht verzweifeln. Das wichtigste bei einem jeden Wein ist immer noch, dass er dir so richtig schmeckt.