Eigentlich ist die Zecken-Art Hyalomma in den Tropen zu Hause. Doch Wissenschaftler der Universität Hohenheim und der Bundeswehr haben sie jetzt auch in deutschen Gefilden entdeckt.

Die Tropen-Zecken sind fünf Mal so groß wie einheimische Zecken und haben gestreifte Beine. Sie sehen aber nicht nur anders aus, sie sind auch wesentlich gefährlicher als ihr deutsches Pendant.

Gefährliche Krankheitsüberträger

Die neuen Zecken gelten unter anderem als Überträger des lebensgefährlichen Krim-Kongo- Fiebers. Je nach Virusstamm tötet diese Krankheit bis zu 50 Prozent der Betroffenen, die innerhalb von nur zwei Wochen an multiplem Organversagen sterben.

Die Forscher gehen davon aus, dass Zugvögel die Tropen-Zecke nach Deutschland gebracht haben, und dass sich die neue Zecken-Art hier aufgrund des warmen Sommers wie zu Hause fühlt.

Sieben Zeckenfunde

Gefunden wurden die insgesamt sieben Monsterzecken bisher nur an Nutztieren wie Pferden und Schafen, wobei nur eine der Zecken einen gefährlichen Krankheitserreger in sich trug.

Die Wissenschaftler sind trotzdem alarmiert und wollen die Entwicklung im Auge behalten – denn auch der Mensch ist nun mal ein potentieller Wirt der neuen Tropen-Zecken.