Leistungsdruck, Überstunden, harte Deadlines oder schlechtes Arbeitsklima – im Job lauern jede Menge Stressfallen.  Mit ihnen steigt auch das Risiko, einen Burnout zu erleiden. Das zeigt eine neue repräsentative Studie mit 1650 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Das schockierende Ergebnis der Studie: Mehr als jeder zweiter Befragte weist zumindest gelegentlich typische Burnout-Symptome wie anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen auf.  "Die meisten Berufstätigen fühlen sich von Abgabeterminen, Kunden- und Chefwünschen unter Druck gesetzt. Im Gegensatz zu Notärzten und Fluglotsen gibt es aber für viele Büroangestellte kaum einen realen Grund für extremen Zeitdruck", so die Studienmacher. 

Ein weiterer Burnout-Treiber: die fortschreitende Digitalisierung. 15 Prozent der Befragten fürchten zum Beispiel, ihren Job in Zukunft an einen Roboter oder Computer zu verlieren. Dafür scheinen die Deutschen in Sachen Dauererreichbarkeit dazugelernt zu haben. Der Stressfaktor Handy und Co. verlor im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozentpunkte. Trotzdem hielten es 50 Prozent aller Arbeitnehmer für mindestens mäßig wahrscheinlich, selbst einen Burnout zu erleiden.

Damit es soweit eben nicht kommt, sind laut Studie sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer gefragt. Beide müssen zum Beispiel darauf achten, dass Pausenzeiten auch wirklich eingehalten werden.

Klingt eigentlich machbar, oder?