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Wer wollte es nicht schon immer mal ausprobieren? Das Fisch-Spa.

Was wir als niedlichen Anblick kennen, bei dem viele kleine Fischchen einem die Füße schön zutschen, wurde für eine 29-jährige Australierin zum Alptraum.

Nachdem Victoria Curthoy sich 2010 im Thailand-Urlaub eine dieser putzigen Behandlungen genehmigte, bekam sie nach kurzer Zeit Fieber und fühlte ich schwach. Monatelang blieb die Ursache dafür ungeklärt.

Als die Ärzte herausfanden, dass sie seither an einer Infektion litt, die die Knochen nach und nach zerfrisst, war es für den großen Zeh bereits zu spät. Er musste abgenommen werden.

Damit hatte die Tragödie noch kein Ende. Wenig später bekam Victoria auch ein Geschwür am zweiten Zeh. Dieser wurde ebenfalls von der Infektion befallen und musste kurze Zeit später entfernt werden. Im November 2016 wurden schließlich auch Zeh Nummer 3 und 4 amputiert und ein Jahr später dann der letzte.

Schuld sollen die Keime aus der Fischpediküre sein. Es wird angenommen, dass die knochenfressende Bakterie vom Typ "Shewanella putrefaciens" über eine längst verheilte OP-Wunde am großen Zeh in den Körper eingedrungen ist.

Fisch-Pediküren werden schon lange kritisch betrachtet, denn die lauwarmen Fisch-Becken, in die man seine Füße taucht, sind das reinste Paradies für alle möglichen Bakterien. Durch kleine Risse oder Verletzungen der Haut, können die Krankheitserreger dann ganz einfach in den Körper eindringen.

Auch aus tierischer Sicht stehen die Spas nicht unbedingt im besten Licht. Damit die Fische motiviert knabbern, bekommen sie neben der Hornhaut nämlich nichts zu essen. Teilweise werden sie auch nach den Behandlungen einfach getötet, um eben die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.