Masern verbindet man automatisch mit einer Kinderkrankheit. Doch wer denkt, dass nur Kinder daran leiden können, liegt falsch. Allein im Jahr 2017 war ein Drittel aller gemeldeten Masernkranker Erwachsene. Für dieses Jahr schlägt die Weltgesundheitsorganisation WHO besonders Alarm. Über 41.000 Menschen haben sich im ersten Halbjahr 2018 mit den Masern angesteckt. Das sind doppelt so viele wie im letzten Jahr. Schon 37 Menschen sind dieses Jahr an der Krankheit gestorben.

Aber wieso ist die Krankheit für Erwachsene so gefährlich?

Wenn man sich mit Masern infiziert, treten grippeähnliche Symptome auf, später folgt dann der typische Hautauschlag. Durch das stark geschwächte Immunsystem können dann weitere Erreger zu neuen Erkrankungen führen. Das Problem bei Erwachsenen ist, dass die ersten Symptome selten mit Masern in Verbindung gebracht werden.

Dadurch passiert es umso schneller, dass Betroffene andere Menschen in ihrer Umgebung anstecken. Die größte Gefahr besteht dann, wenn diese über ein geschwächtes Immunsystem verfügen. Am häufigsten treten als Komplikationen Mittelohr- oder Lungenentzündungen auf, die je nach gesundheitlicher Verfassung einen schweren Verlauf nehmen können.

Um die Krankheit zu vermeiden, sollten Erwachsene ihren Impfstatus unbedingt regelmäßig kontrollieren.

Denn leider ist die Impfung der einzige Weg, um sich vor Masern zu schützen.