Wissenschaftlern ist vor kurzem ein wichtiger Fortschritt bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den Aids-Erreger HIV gelungen. Der neue Wirkstoff habe eine Immunreaktion bei Menschen erzeugt und soll Affen vor einer Infektion schützen. Dies teilte die Fachzeitschrift „The Lancet“ am Samstag mit. Nun soll der Impfstoff an 2.600 Frauen in Südafrika getestet werden. Dennoch sollten wir nicht zu euphorisch sein, denn die Auswertungen der letzten Untersuchungen beweisen noch lange nicht, dass auch Menschen durch den Impfstoff vor HIV geschützt werden können.

Tests zeigen erste Erfolge

In einer vorigen Studie wurde 72 Affen der Wirkstoff gespritzt. Die Tiere wurden zuvor mit dem HIV-ähnlichen Virus injiziert. Etwa zwei Drittel der Tiere wurden durch die Impfung vor der Infektion geschützt. Danach folgte eine Studie mit 393 gesunden Menschen zwischen 18 und 50 Jahren aus Ostafrika, Südafrika, Thailand und den USA. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wobei die eine Gruppe den Wirkstoff erhielt und die andere lediglich ein Placebo. Das Testmedikament habe dabei eine starke Immunreaktion bei den Menschen ausgelöst.

Zudem halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen, denn nur ein paar Testpersonen litten unter Magenschmerzen, Durchfall, Schwindel oder Rückenschmerzen. Nun soll das Medikament, wie bereits erwähnt, in Südafrika getestet werden. Die Ergebnisse werden 2021/ 2022 erwartet. Wir sind gespannt und halten euch auf dem Laufenden!