Nächtlichen Hunger sollten wir alle ganz gut kennen. Aber für manche Menschen ist dieser Hunger keine Ausnahme, sondern gehört zum nächtlichen Alltag. Dabei handelt es sich nicht um einen schlechten Essensrhythmus, sondern um eine reale Krankheit, die man auch ernst nehmen sollte. Schätzungsweise leiden ein bis zwei Prozent der Deutschen an dem Night Eating Syndrom, wie Mediziner diese Krankheit bezeichnen.

Wenn nachts die Essattacken kommen

Es liegt solch ein Syndrom vor, wenn ein Viertel bis sogar die Hälfte der täglichen Nahrung in der Nacht zu sich genommen wird. Dabei ist es noch nicht wissenschaftlich geklärt, ob es sich dabei um eine Schlaf- oder Essstörung handelt. Denn die Krankheit gilt generell durch ihr geringes Aufkommen als unerforscht.

Nächtliches Essen

Doch an welchen Symptomen kannst du erkennen, dass du an einem Night Eating Syndrom erkrankt bist? Mindestens jede zweite Nacht wirst du wach, weil dein Magen knurrt und du etwas essen musst. Die größte Menge deines Essens nimmst du in der Nacht zu dir. Dabei verspürst du vor allem Hunger auf Kohlenhydrate. Am Morgen ist der Hunger verschwunden und du leidest an einer Appetitlosigkeit. Nebenbei könntest du an Depressionen und innere Unruhe leiden.

Welche Ursachen sich dahinter verstecken, bleibt unbeantwortet. Einige Experten vermuten bei den Betroffenen eine Hormonstörung, die sich dann auf das Essverhalten auswirkt. So konnte das Hormon Ghrelin bei Nachtessern nachgewiesen werden.