Frühstücksfernsehen

Fast vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Depression. Frauen sind von dieser Krankheit doppelt so häufig betroffen. Woran könnte das liegen?

Die Vermutung: Frauen grübeln viel mehr und machen sich schneller über alles Sorgen. Außerdem können sie oft einfach nicht "NEIN" sagen. Sobald der Partner mit seinem zuckersüßen Blick vor ihnen steht, lesen ihm schnell jeden Wunsch von den Lippen ab. Somit brummen sich Frauen immer mehr Aufgaben auf und stellen sich viel zu oft hinten an. Die Frauenwelt versucht immer perfekt zu sein. Bloß keine Schwächen zeigen! Zudem sehnt sich natürlich auch das weibliche Geschlecht nach Anerkennung und Liebe.

Frauen und Depressionen

Vielleicht also kein Wunder, dass Frauen schneller zu Depressionen neigen. Die Ansprüche sind zu hoch und sie versuchen, das Unmögliche möglich zu machen. Dabei bleiben eigene Bedürfnisse oft auf der Strecke, erste Warnhinweise des Körpers werden ignoriert. Ein bisschen Schlafmangel oder ständige Migräne einfach weggelacht. Eine Frau, die immer zu 100% funktionieren will.

Männer können der Auslöser für Depressionen sein!

Aber was haben jetzt die "fiesen" Männer damit zu tun? Eigentlich machen sich die Frauen den Stress doch selber, denn Männer zwingen sie nicht dazu. Dennoch zeigt die Männerwelt kein Talent beim Abnehmen einiger Aufgaben. Die Kollegin oder die Partnerin übernimmt doch immer alles und der feine Herr kann es sich in seinem Stuhl bequem machen. Währenddessen kann es passieren, dass Frau durch ihren Fleiß in ein immer tieferes Loch fällt und letztendlich an der Endstation "Depressionen" ankommt.

Dieses Phänomen wurde im Rahmen einer Studie der Universität Padua näher untersucht. Die Forscher beobachteten insgesamt 2.000 Männer und Frauen über einen Zeitraum von vier Jahren. Dabei fiel ein Unterschied zwischen verheirateten und verwitweten Frauen auf. Denn die Alleinstehenden hatten deutlich weniger Stress. Demnach waren sie auch weniger erschöpft und depressiv. Aus diesem Grund kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Beziehungsstatus und Gesundheitszustand geben muss. Also jetzt auch wissenschaftlich bewiesen: Männer können Frauen manchmal im wahrsten Sinne des Wortes in den Wahnsinn treiben.