Brasilianische Forsche führten eine Studie durch, bei der sie beweisen konnten, dass gestillte Kinder als Erwachsene einen höheren IQ haben, als diejenigen, die als Baby gar keine Muttermilch oder diese nicht so lange verabreicht bekamen.

Bereits 2008 gab es zu dem gleichen Thema eine kanadische Studie, bei der jedoch weder der Bildungsgrad noch der Familienstand der Probanden mit einbezogen wurde. Bei der brasilianischen Studie wurde dies beachtet.

Je länger also die Stillzeit, desto klüger das Kind?

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Für die Studie analysierten die Forscher der Universidade Federal de Pelotas die Daten von insgesamt 6000 Kindern. Diese wurden in fünf Gruppen eingeteilt:

Die Kinder in der ersten Gruppe wurden weniger als einen Monat gestillt.
Die Kinder in der zweiten Gruppe wurden einen bis drei Monate gestillt.
Die Kinder in der dritten Gruppe wurden drei bis sechs Monate gestillt.
Die Kinder in der vierten Gruppe wurden sechs bis zwölf Monate gestillt.
Die Kinder in der fünften Gruppe wurden mehr als ein Jahr gestillt.

30 Jahre später: Schlaumeier durchs Stillen
Dreißig Jahre später unterzogen sich 3500 verbliebene Teilnehmer einem Intelligenztest. Und tatsächlich konnte festgestellt werden, dass diejenigen die als Kinder länger gestillt worden sind, im Erwachsenenalter einen höheren IQ hatten, als andere.

Demnach kann eine Stilldauer von drei Monaten den IQ-Wert um 0,7 Punkte erhöhen! Wird das Kind ein halbes Jahr gestillt, so sind es sogar ganze 4 Punkte.

Mehr Geld durchs Stillen
Zusätzlich untersuchten die brasilianischen Wissenschaftler auch noch den beruflichen Werdegang, sowie den sozialen Status der Probanden. Das Ergebnis: Auch in diesen Bereichen konnte gestillten Kindern mehr Erfolg nachgewiesen werden.

So besuchten gestillte Kinder im Durschnitt ein Jahr länger die Schule und bekamen mit 30 Jahren ca. 100 Euro mehr Gehalt, als diejenigen, die als Baby aus der Flasche ernährt worden sind.

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Warum ist das so?
Es wird vermutet, dass vor allem die langkettigen Fettsäuren in der Muttermilch eine besonders positive Auswirkung auf das Gehirn haben. Dabei ist auch die Menge der Milch von Bedeutung.