Bisherige Versuche eine Pille nur für den Mann zu entwickeln, erzielten keine Erfolge. Doch endlich! Das lange Warten hat ein Ende: Ein Forscherteam testete erfolgreich den Wirkstoff Dimethandrolon-Undecanoat.

Genau wie die Antibabypille besteht dieser Wirkstoff auch aus synthetisch hergestellten Hormonen. Beim Mann wird damit die Produktion von Testosteron gehemmt, wodurch die Erzeugung von Spermien unterdrückt wird.

In einer Studie durften 100 männliche Probanden die Verhütungspille mit dem Wirkstoff einnehmen. Bei dieser Untersuchung wurden drei unterschiedliche Dosierungen und zwei unterschiedliche chemische Zusammensetzungen der Pille ausprobiert. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass alle Teilnehmer einen niedrigen Testosteron Wert aufwiesen. Am deutlichsten sank die Hormonproduktion bei den Testpersonen, die die höchste Dosis eingenommen hatten.

Nebenwirkungen der Verhütungspille

Zum Glück zeigten die Probanden während der Einnahmen keine Symptome. Deshalb lautet das Fazit der Wissenschaftler, dass die Pille keine Nebenwirkungen hervorruft. Nur das Gewicht und die Cholesterinwerte scheinen leicht beeinflusst von dem Medikament.

Wie geht es weiter?

Das erste positive Ergebnis scheint vielversprechend! In einer Langzeitstudie muss nun festgestellt werden, ob und wie der Wirkstoff die Spermienproduktion unterdrückt. Denn mit der aktuellen Studie konnte nur eine Senkung des Testosteronwertes ermittelt werden.