Forscher haben in mehreren Langzeitstudien herausgefunden, dass 18- bis 29-Jährige in der Einschätzung ihres Sexlebens meist ziemlich weit von der Realität entfernt sind.

Die Studienteilnehmer aus den USA und Großbritannien sollten schätzen, wie oft andere Menschen in ihrem Alter in den vergangenen vier Wochen Sex hatten.

Das erstaunliche Ergebnis: Ein Großteil glaubte, dass junge Leute quasi andauernd Sex haben.

14 bis 23 Mal Sex pro Monat?

Bei Männern tippten die Studienteilnehmer auf durchschnittlich 14 Mal Sex pro Monat.

Die Realität sieht aber anders aus: In Großbritannien haben junge Männer durchschnittlich fünf Mal pro Monat Sex, in den USA sind es sogar nur vier Mal.

Noch krasser überschätzten Männer das Sexleben von Frauen. Sie glaubten, dass Frauen innerhalb eines Monats zwischen 22 und 23 Mal pro Woche Sex haben, in Wirklichkeit sind es sowohl in Großbritannien als auch in den USA nur fünf Mal pro Monat.

Woher kommt das?

Die Forscher erklären sich die Ergebnisse damit, dass soziales Verhalten normalerweise durch Beobachten geformt wird. Weil Sex privat ist, fehlte den Studienteilnehmern aber ein realistischer Anhaltspunkt für die Schätzung – und sie griffen für die Schätzung womöglich auf nicht-repräsentative Umfragen oder pornografische Inhalte zurück.

Und die haben mit der Realität bekanntlich recht wenig zu tun…